Alternative Investments: Auf dem Vormarsch

Im Niedrigzinsumfeld müssen institutionelle Investoren ihre Kapitalanlagen überdenken. Die Renditeziele bleiben ambitioniert, viele klassische Investmentstrategien können ihnen nicht gerecht werden. Deshalb führt für viele kein Weg an Alternativen Investments wie institutionellen Zielfonds vorbei. Doch der Zugang ist mit Hürden verbunden.

Am 4. Juli 1997 emittierte die Bundesrepublik Deutschland eine Anleihe im Volumen von 11,25 Milliarden Euro. Der Kupon lag bei 6,5 Prozent. Die Laufzeit der Anleihe betrug 30 Jahre. Ziemlich genau 20 Jahre später hat sich das Bild gewandelt: Im Sommer 2017 lieh sich der deutsche Staat erneut von Investoren Geld für eine Frist von 30 Jahren und emittierte eine Anleihe über 5,5 Milliarden Euro. Obwohl das Geld für die Zeitspanne einer ganzen Generation gebunden ist, bekommen die Anleger eine Kuponzahlung von nur 1,25 Prozent pro Jahr. Noch vor zehn Jahren mussten sich institutionelle Investoren viel weniger Gedanken um die Strategie zur Erreichung ihrer Investitionsziele machen. Das hat sich fundamental geändert, denn die Renditeziele bleiben vergleichsweise hoch. Mit klassischen Investmentstrategien im Anleihenbereich sind in der anhaltenden Marktlage hingegen kaum noch nennenswerte Erträge zu erzielen. Erschwerend kommt hinzu, dass das Niedrigzinsumfeld keine vorrübergehende Erscheinung ist, sondern bereits fast ein Jahrzehnt anhält. Auch wenn die langfristigen Zinsen zuletzt moderat angestiegen sind, sind diese im historischen Vergleich immer noch sehr niedrig.

Daher investieren große institutionelle Anleger seit vielen Jahren verstärkt in Alternative Investments. Vorreiter dieser Entwicklung sind unter anderem die Stiftungsfonds bekannter amerikanischer Universitäten wie beispielsweise Harvard und Yale. So hatte beispielsweise der rund 37 Milliarden US-Dollar schwere Stiftungsfonds der Universität Harvard Ende 2016 rund 20 Prozent seines Vermögens in der Anlageklasse Private Equity und etwa 15 Prozent in Immobilien investiert. Der Anleihenanteil belief sich dagegen gerade einmal auf 13 Prozent. Die Allokationsquote für Private Equity hat sich in den letzten zehn Jahren von 13 Prozent auf 20 Prozent deutlich erhöht und seit den Anfängen 1984 nahezu verdreifacht.

Ein wesentlicher Grund hierfür ist die in zahlreichen Studien aufgezeigte Outperformance zum Aktienmarkt. Zudem haben Alternative Anlageklassen einen diversifizierenden Effekt und erhöhen die Effizienz des Investorenportfolios.

Teils erhebliche Unterschiede zu klassischen Vermögensanlagen

Die Eigenschaften der einzelnen Segmente im Bereich der Alternativen Investments unterscheiden sich teilweise erheblich in ihren Eigenschaften von klassischen Vermögensanlagen wie Aktien und Renten, zum Beispiel im Hinblick auf Einzahlungs- und Rückflussprofile. Laufende, jährlich planbare Erträge gelingen zwar mit Direktinvestments in Immobilien, nicht aber mit einem Private-Equity-Fonds, der sukzessive investiert und erst ausschüttet, nach dem investierte Unternehmen verkauft wurden.

Wealthcap fokussiert sich seit vielen Jahren im Bereich Alternative Investments auf Anlagestrategien mit aktiver Wertschöpfung. Diese wird beispielsweise im Bereich Private Equity bei Unternehmensbeteiligungen über institutionelle Zielfonds durch die Erweiterung des Geschäftsmodells, internationale Expansion, Buy-and-Build-Strategien sowie die aktive Einflussnahme auf die Unternehmenssteuerung durch erfahrene Experten realisiert.

Aufgrund der Verschiedenheit der Alternativen Anlagensegmente ist Fachkompetenz, Erfahrung sowie eine detaillierte Analyse der zugrundeliegenden Einzelsegmente und deren Eigenschaften notwendig, um eine langfristige Investitionsstrategie unter Berücksichtigung von Zahlungsstromprofilen und Rendite/Risiko-Aspekten abzuleiten. Neben einer Streuung über Länder, Regionen, Branchen und Beteiligungsmanager ist insbesondere eine Streuung über mehrere Auflagejahre notwendig. Simulationen belegen seit vielen Jahren, dass sich hierdurch das Risiko senken und die erwartete Rendite erhöhen lässt.

Neue Wege für die Portfolioallokation ist gefragt

Langjährige Expertise bei der Konzeption von Dachfonds und den damit einhergehenden Investitionsstrategien in den Bereichen Private Equity Large Buyout und Real Estate Value Added ist erforderlich, um erfolgreiche Konzepte zu entwickeln. Diese Alternativen Investmentfonds investieren über mehrere institutionelle Zielfonds, deren Mindestzeichnungssummen in der Regel bei Zehn Millionen Euro beginnen und großen institutionellen Anlegern vorbehalten sind. Die Investitionen und Verwaltung mehrerer Beteiligungen an institutionellen Zielfonds sind komplexer als bei klassischen liquiden Anlagen. Wealthcap verfügt über ein langjähriges Partnernetzwerk und hat damit einen Zugang zu namhaften Zielfondsanbietern und begleitet die eigenen Fonds über den gesamten Produktlebenszyklus.

Investoren sollten neue Wege bei der Portfolioallokation in Betracht ziehen. Die Konzepte der Vergangenheit scheinen heute nicht mehr langfristig erfolgversprechend. Wollen Anleger in Immobilien und Private Equity investieren, dann brauchen sie das entsprechende Wissen, eine langfristige Strategie und Diversifikation entsprechend der Eigenschaften der Anlagesegmente. Des Weiteren muss für die Investition und Verwaltung der Investitionen eigenes Spezialwissen aufgebaut werden. Zudem ist ein guter Marktzugang unverzichtbar, um in Märkten mit hoher Investorennachfrage Zugang zu namhaften Zielfonds zu bekommen. Investoren, die diesen Weg nicht allein gehen wollen, können hierbei mit einem erfahrenen Partner über institutionelle Dachfonds mit langfristig orientierter Investitionsstrategie zusammenarbeiten. Damit wird bereits von Beginn an die Herausforderung des professionellen Managements und der Risikostreuung adäquat gelöst. Werden Alternative-Investment- Strategien richtig umgesetzt, können sowohl Immobilien als auch Private Equity dazu beitragen, die Rendite des Portfolios nachhaltig zu steigern und das Risiko zu senken. //




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