Anhaltende Handelsspannungen könnten sich über die Erhebung von Zöllen hinaus ausweiten

Scott Ruesterholz, Simon Down und Pierre-Louis Fulhaber, Insight Investment

Trotz zunehmender Beweise, die eine Verlangsamung der Weltwirtschaft mit einer Erhöhung der Handelszölle und Spannungen zwischen den USA und ihren größten Handelspartnern in Verbindung bringen, werden Handelskriege, laut Insight Investment, in diesem und im nächsten Jahr ein zentrales Makrothema bleiben.

In seinem neuen Research-Paper Global Macro Research: Trade Wars erörtert Insight Investment die beträchtliche Reichweite einer Eskalation der Spannungen, die über Zölle hinaus weitere Störungen für globales Wachstum und Investitionsstrategien verursachen könnte. Insight Investment nennt sechs mögliche Maßnahmen, als Reaktion auf den Handelskrieg:

  • Exportbeschränkungen – Länder könnten die Ausfuhr bestimmter Produkte in andere Länder als Gegenmaßnahme verbieten. Ein Verbot des Exports von seltenen Materialien, die beispielsweise für die Herstellung von Hightech-Produkten benötigt werden, ist angesichts der dominanten Stellung Chinas und der jüngsten Drohungen besonders besorgniserregend.
  • Einfuhrbeschränkungen – Länder könnten die Einfuhr bestimmter Hersteller verbieten oder begrenzte Einfuhr-Kontingente als Alternative zu Zöllen einführen. Das komplette Ausschließen von Importen aus einem bestimmten Land, sind eine weitere Möglichkeit.
  • Rücklagen-Management – Länder, die einen Großteil der Schulden eines anderen Landes besitzen, könnten ihre Bestände verkaufen. Insbesondere China und Japan besitzen jeweils über 1 Billion US-Dollar an US-Treasuries.
  • Währungsabwertungen – Länder könnten ihre Währungen aktiv abwerten, indem sie direkt in die Zentralbank eingreifen oder die Geldpolitik der Russischen Föderation verfolgen, um einen Handelsvorteil zu erlangen und um Zölle auszugleichen. Die USA haben China am 6. August 2019 offiziell zum Währungsmanipulator erklärt.
  • Firmenboykotte – Regierungen könnten den Druck auf die Öffentlichkeit erhöhen, Produkte ausländischer Unternehmen zu kaufen. Ebenso könnten Regierungen ausländische Unternehmen, die in ihrem Land tätig sind, regulieren.
  • Beschränkungen des Personenverkehrs – Regierungen könnten strengere Einwanderungs- und Reisebestimmungen umsetzen, die auf der Erhalt von Visa und akademischen Austausch abzielen. In den USA haben strengere Beschränkungen bereits dazu geführt, dass weniger H1B-Visa genehmigt wurden.

Insight veröffentlicht regelmäßig neuste Ekenntnisse, Einsichten und fundierte Studien, die seine Kunden betreffen, zu einer Vielzahl von Themen in seiner Serie Global Macro Research. Insight beschäftigt sich mit Themen, die für die Entscheidungsfindung von Investoren von zentraler Bedeutung sind.

Insight Investment ist ein führender Vermögensverwalter, der sich darauf konzentriert, Anlagekonzepte zu entwickeln, die sich an den Zielen der Kunden orientieren. Gegründet 2002 hat Insight mit seinem kollaborativen Ansatz Anlageperformance geliefert und ist stetig gewachsen. Insight verwaltete per 30. Juni 2019 EUR 742 Mrd1. in Form von Liability Driven Investments, festverzinslichen Anlagen, Währungsmandaten, globalen Multi-Asset- und Absolute-Return-Anlagen, globalen Agrarfonds und „Specialist Equities“. Insight Investment gehört BNY Mellon, einem weltweit führenden Anbieter von Investment Management und Investment Services mit einem verwalteten Vermögen von USD 1,8 Billionen. Der Wert der Anlagen und die Erträge daraus schwanken und sind nicht garantiert (teilweise aufgrund von Wechselkursschwankungen). Der Anleger erhält unter Umständen nicht den gesamten investierten Betrag zurück. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.




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