Bankenverband rechnet mit steigender Sparquote 2020

Andreas Martin, BVR

Die privaten Haushalte in Deutschland werden nach Einschätzung des Bankenverbandes BVR trotz Einbußen infolge der Coronakrise 2020 Geld zurücklegen.

Der Verband rechnet nach Angaben vom Mittwoch damit, dass die Sparquote im Vergleich zum Vorjahr deutlich um einen Prozentpunkt auf 11,9 Prozent steigen wird. Von 100 Euro verfügbarem Einkommen würden damit knapp zwölf Euro auf die hohe Kante gelegt. Eine Sparquote über elf Prozent gab es in Deutschland nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes zuletzt 1995, damals waren es 11,4 Prozent.

„Der voraussichtliche Anstieg der Sparquote in diesem Jahr ist vor allem Folge des gedrosselten Konsums während der wirtschaftlichen Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie“, erläutert Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). „In dieser Zeit unterlassene Ausgaben aufgrund der Schließung von Geschäften und Gaststätten oder auch des Ausfalls von Urlaubsreisen werden die Bundesbürger später im Jahr nur teilweise nachholen.“

Gleichzeitig sei jedoch mit einem Rückgang der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte zu rechnen – aufgrund von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit sowie rückläufigen Geschäften etwa für Selbstständige, führte Martin aus. (dpa-AFX)




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