Battle of the Sexes: “Frauen-Dax” schneidet besser ab

Andreas Rapp, Leiter Private Banking bei Ellwanger und Geiger

Frauenquote, Gender-Pay-Gap, MeToo-Bewegung – der Kampf um Gleichberechtigung ist mittlerweile allgegenwärtig. Die Gleichstellung der Frau ist jedoch nicht nur sozial, sondern auch wirtschaftlich relevant. Einer Untersuchung zufolge kann die globale Wirtschaftsleistung um 12 Billionen US-Dollar gesteigert werden, wenn Frauen gesellschaftlich und wirtschaftlich die gleichen Chancen erhalten wie Männer. Dieser Zusammenhang ist auch der Deutschen Börse bekannt – die will ihn für die Geldanlage nutzbar machen.

Die Deutsche Börse will einen „Diversity Dax“ erstellen, zu dem dann später Indexfonds kreiert werden können. Um zu testen, wie gut ein solcher „Diversity Dax“ abschneidet, hat die Börse einen Aktienindex aus den Top-30-Firmen des BCG „Gender Diversity Index“ gebildet. In den vergangenen zwei Jahren hätte dieser den deutschen Leitindex Dax nicht nur um 4,3 Prozent outperformed, er hatte sogar zusätzlich eine niedrigere Volatilität.

„Zahlreiche Studien belegen, dass mehr Vielfalt zu einem größeren Erfolg von Unternehmen führen“, sagt Andreas Rapp, Leiter Private Banking bei Ellwanger und Geiger. Börsengehandelte Indexfonds in diesem Segment erfreuen sich etwa in den USA bereits großer Beliebtheit. Während 2014 lediglich 100 Millionen US-Dollar in Investments flossen, deren Fokus auf der Stärkung von Frauen und Mädchen lag, waren es 2017 insgesamt 2,2 Milliarden US-Dollar. „Dass sich immer mehr Menschen für solche ETF’s interessieren, zeigt, dass Anleger vermehrt auch die soziale Seite ihrer Geldanlage beachten. Sie wollen durch ihre Investitionen nicht nur Geld verdienen, sondern auch etwas bewirken – besonders wenn sich Wirtschaftlichkeit und gutes Gewissen vereinbaren lassen“, sagt Rapp.




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