Blackrock: Moderate Risikobereitschaft bei sinkenden Rezessionsrisiken

Philipp Hildebrand und Jean Boivin, Blackrock Investment Institut

Der Vermögensverwalter Blackrock erwartet für das kommende Jahr 2020 ein anziehendes Wirtschaftswachstum und abnehmende Rezessionsrisiken.

„Dies schafft ein günstiges Umfeld für risikoreichere Anlageklassen“, so das Blackrock Investment Institut (BII) unter der Leitung von Philipp Hildebrand und Jean Boivin in seinem Jahresausblick. Auf der anderen Seite gehen die Experten davon aus, dass der Markt das Inflationsrisiko unterschätzt. Zudem könnte die momentane Ruhe im Handelskonflikt zwischen den USA und China wieder enden. „Angesichts dessen bleiben wir für 2020 moderat risikobereit.“

Bei Aktien und Kreditpapieren übergewichtet

Bei Aktien und Kreditpapieren sei Blackrock nach wie vor moderat übergewichtet. Dafür sprächen zum einen die verbesserten Wachstumsaussichten und zum anderen die nach wie vor recht günstigen Bewertungen entsprechender Papiere. „Allerdings haben wir unsere Sichtweisen im Detail deutlich angepasst“, schreibt das BII. So erkennen die Experten wieder stärkeres Potenzial in zyklischen Werten. „Wir bevorzugen japanische und Schwellenländeraktien, ebenso Schwellenländer- und Hochzinsanleihen.“ In Bezug auf US-Aktien ist der Vermögensverwalter dagegen vorsichtig geworden – wegen der Unsicherheiten rund um die Präsidentenwahl im kommenden Jahr.

Staatsanleihen wenig attraktiv

Staatsanleihen hält Blackrock aktuell nicht für sonderlich attraktiv. Die niedrigen Renditen machten entsprechende Papiere als „Portfolioballast“ inzwischen weniger interessant. Dies gelte vor allem für Staatsanleihen außerhalb der USA. „Wir bevorzugen US-Staatsanleihen gegenüber anderen Papieren, sowohl im Jahr 2020 als auch in unseren strategischen Portfolios.“ Einen Blick wert sind den Experten zufolge speziell Anleihen mit kurzen Laufzeiten. Auch inflationsgeschützte Papiere seien zur Absicherung potenzieller Risiken interessant – für den Fall, dass sich die Vorzeichen an den Märkten änderten.




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