BNY Mellon Investment Management: Hitzewelle in der Geldpolitk

Nick Clay, Manager des BNY Mellon Global Equity Income Fund bei Newton Investment Management – einer Gesellschaft von BNY Mellon Investment Management

„Wenn die EZB und die Fed reagieren, könnte sich die Inversion der Zinsstrukturkurve stärker ausprägen und damit weitere Zinssenkungen auslösen. Die aktuelle Botschaft ist klar: Die nächste QE-Welle wird anders aussehen als in den letzten zehn Jahren. Es ist nicht mehr akzeptabel, nur die Finanzmärkte zum Nutzen weniger Menschen zu unterstützen. Geldpolitische Anreize müssen jetzt breiteren Bevölkerungsschichten zugutekommen – denn sonst erhalten populistische Parteien noch weiter Auftrieb.

Für manche Großkonzerne, die sich aktuell vor den Behörden rechtfertigen müssen, kocht die Stimmung schon jetzt. Anreiz- und Bonusmodelle werden zukünftig auf den Faktor Arbeit anstatt Kapital ausgerichtet sein, und die verfügbare Liquidität wird eher Staaten als Unternehmen zugutekommen. Sowohl Margen als auch Geschäftsmodelle dürften damit unter Druck geraten. Die Phase, in der es an den Märkten stets nach oben ging, neigt sich wohl ihrem Ende zu, und wir gehen volatileren Zeiten entgegen.

Die Konsequenz: Der Fokus verlagert sich von QE auf haushaltspolitische Maßnahmen, wie Steuersenkungen, Infrastrukturprojekte etc., und damit zur Finanzierung staatlicher Freigebigkeit – die Modern Monetary Theory liefert die theoretische Begründung für die extreme Variante dieses Ansatzes. Der übliche Pawlowsche Reflex der Zentralbanken, immer weiter die Märkte zu füttern, wird damit nicht mehr angebracht sein.“

Der BNY Mellon Global Equity Income Fund (ISIN IE00B3V93F27) wird seit seiner Auflegung im Jahr 2010 von Nick Clay gemanagt. Der Fondsmanager investiert weltweit nach der Bottom-Up-Strategie in ausgewählte Dividendentitel und ist nicht an einen Index gebunden. Zum Vergleich dient der FTSE World Index. Das Portfolio umfasst 40-70 Werte. Der Fonds hat seit Jahresbeginn eineWertentwicklung von 18,21 Prozent erzielt – der Vergleichssektor von 13,91 Prozent und der Vergleichsindex von 17,08 Prozent (EUR-Anteilsklasse A Acc; Stand: 30.06.2019).




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