Cash. und DLC vereinbaren Blockchain-Kooperation

Gerhard Langstein, Vorstand der Cash.Medien AG und Geschäftsführer der Cash.Print GmbH

Das Finanzmagazin „Cash.“ und das Blockchain-Beratungsunternehmen DLC Distributed Ledger Consulting GmbH haben einen Letter of Intent über die Kooperation zur Prüfung von Wertpapier-Emissionen, die auf der Blockchain-Technologie basieren, unterzeichnet. Dabei soll DLC ein technisches Audit der digital repräsentierten Vermögenswerte – der sogenannten Token –vornehmen und Cash. das wirtschaftliche Konzept beurteilen.

Security-Token sind eine neue Art von digitalen Vermögenswerten, die unaufhaltsam auf dem Vormarsch ist. So hat die BaFin erste Wertpapierprospekte für Security-Token genehmigt, die Deutsche Börse Group will in absehbarer Zeit in das Geschäft mit Security-Token einsteigen und die Bundesregierung hat im September im Rahmen ihrer „Blockchain-Strategie“ unter anderem angekündigt, „das deutsche Recht für elektronische Wertpapiere zu öffnen“ und kurzfristig einen entsprechenden Gesetzentwurf –zunächst für Schuldverschreibungen –auf den Weg zu bringen.

Wirtschaftliche Aspekte einer Emission ebenso wichtig

„Die neue Technik hat erhebliches Potenzial, sie enthält aber auch Risiken. Neben den technischen dürfen auch die wirtschaftlichen Aspekte einer solchen Emission nicht aus dem Blick geraten“, sagt Gerhard Langstein, Vorstand der Cash.Medien AG und Geschäftsführer der Cash.Print GmbH. „Mit der Kooperation mit DLC sind wir Pionier bei diesem Thema und können unseren Lesern –sowohl hinsichtlich der technischen Sicherheit als auch der wirtschaftlichen Erfolgsaussichten –wertvolle Hilfestellung bei der Beurteilung von Token-Emissionen geben“, so Langstein weiter.

Themen Sicherheit und Standardisierung im Fokus

Gemeinsam mit der DLC will man sich nun insbesondere auch den Themen Sicherheit und Standardisierung widmen. Hierzu Dr. Sven Hildebrandt, Geschäftsführender Gesellschafter der DLC: „Wir sind davon überzeugt, dass es in spätestens acht Jahren keinerlei Wertpapiere ‚alter Couleur‘ mehr geben wird, da die hiermit assoziierten Handelskosten im Vergleich zu digitalen Token schlicht nicht konkurrenzfähig sein werden. Doch jede Münze hat immer zwei Seiten –so können die Kostenvorteile nur deshalb realisiert werden, da bisherige Funktionen des alten Finanzsystems in Code übersetzt werden. Und wenn dieser Fehler aufweist, kann es sehr schnell sehr unangenehm werden.“

„Wir stehen bei der Technologie noch ganz am Anfang, vielleicht vergleichbar mit dem Internet im Jahr 1992“, ergänzt Hildebrandt. „Aber die Auswirkungen auf die Menschheit werden – insbesondere in Kombination mit künstlicher Intelligenz – noch sehr viel tiefgreifender sein als die des Internets. Die Libra-Idee von Facebook ist hier lediglich ein kleiner konservativer Anfang.“




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