DAX: Weiter auf Nordkurs!

Martin Chmaj

In der zurückliegenden Woche haben sich die Anleger mit dem Brexit-Wirrwarr im britischen Parlament und einer neuen linken Regierung in Italien auseinandersetzen müssen. Doch der größte Impulsgeber war einmal mehr der Handelskrieg zwischen USA und China. Die zwei größten Volkswirtschaften der Welt haben wieder versöhnlichere Töne eingeschlagen und wollen bereits im Oktober an den Verhandlungstisch zurückkehren. Diese „schöne“ Aussicht reichte, um die Rally an den Märkten zu starten – der deutsche Leitindex gewann in den letzten Handelstagen rund 2 Prozent auf 12.191 Punkte hinzu. Jetzt richten sich die Blicke auf den kommenden Donnerstag. An diesem Tag ist die EZB mit Präsident Mario Draghi an der Reihe. Gelingt es das Kunststück die Markterwartungen nicht zu enttäuschen, ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.

Auf der Tagesebene schafften es die Longis den Aufwärtstrend spürbar auszudehnen und in der Spitze die 12.205 zu erreichen. Im gleichen Atemzug konnte die psychologisch ach so wichtige 12.000-Punkte-Marke nachhaltig überwunden werden. Wie Sie ja wissen, steigt nach so einer dynamischen Bewegung die Wahrscheinlichkeit einer Konsolidierungsphase. Eine 50%-Korrektur würde in diesem Fall bis zum 11.800er Bereich reichen. Auf dem Weg nach oben kann das Level bei 12.600 Zählern als Orientierungsmarke dienen.

Wir hatten in unserem Setup vom 02.09.2019 auf der Oberseite erwartet, dass der DAX nach dem Rutsch an die 11.860 wieder die Reise gen Norden aufnimmt. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Hoch bei wurde 11.989 überschritten und im Anschluss die Trendbewegung ausgebaut. Damit hat das Setup in der letzten Handelswoche gut gegriffen. Momentan liegt der Stopp bei 12.068. Vorbörslich notiert der DAX etwas höher. Die Bullen könnten zunächst abwarten, dass der Leitindex an das Tief bei 12.082 korrigiert. Sollten sie sich dort durchsetzen, so könnte der Kurs versuchen, unser nächstes Anlaufziel bei 12.223 zu erreichen. Ich empfehle an dieser Stelle den ersten Teilverkauf (1/3 der Position) zu realisieren. Weitere Verwaltung: Trend auf der Stundenebene.




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