Der Exportmeister Lateinamerikas

Mexiko ist nicht nur der Exportmeister Lateinamerikas, der Regierung gelang es 2013 auch, ein umfassendes Reformpaket zu verabschieden – gute Voraussetzungen also für anhaltendes Wachstum.

Mexikos Wirtschaft wird langfristig wachsen und dafür gibt es mehrere Gründe. Ein treibender Faktor ist der Binnenkonsum, der durch steigende Bevölkerungszahlen gefördert wird. Nicht nur der Konsum, auch die Angebotsvielfalt der Güter und Dienstleistungen nimmt zu. Verstärkt wird dieser Prozess von den in den USA lebenden Mexikanern, die ihre Verwandten und Bekannten in Mexiko unterstützen und zudem mexikanische Produkte in den USA kaufen wollen. Das ermutigt mexikanische Unternehmen, ihren Lieferradius und ihre Präsenz nach Norden auszuweiten.

Mexiko ist auch ein Hauptakteur im internationalen Handel. Das Land exportiert allein so viel wie der gesamte Rest Lateinamerikas, was sich auch im Handelsbilanzüberschuss des Landes widerspiegelt. Die Öffnungsrate – die Summe aus Exporten und Importen geteilt durch das Bruttoinlandsprodukt – beträgt rund 65 Prozent (Euler Hermes Economic Research Mexico, 2015). Fast drei Viertel aller exportierten Güter gehen in die USA. Im Rahmen des nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA) werden nahezu 80 Prozent der Güter gehandelt. Geliefert werden Rohstoffe, halbgefertigte und fertige Produktionsgüter. Da lediglich 5,4 Prozent der Gesamtexporte nach Europa und 2,5 Prozent nach China gehen, ist Mexiko den Wachstumsraten dieser Regionen nicht in großem Maße ausgesetzt (Bloomberg 2015).

Die wichtigste Grundlage für Wirtschaftswachstum und mehr makroökonomische Stabilität sehen wir in dem 2013 verabschiedeten Reformpaket. Dem damaligen Staatspräsidenten gelang es, die drei führenden Parteien für seine ehrgeizigen Strukturreformen zu gewinnen. Der sogenannte „Pacto por Mexico“ sollte die Produktivität des Landes steigern.




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