Deutsche Autobranche in schwierigem Fahrwasser

Klaus Wohlrabe, ifo-Forscher

Die Lage der deutschen Autoindustrie ist weiterhin schwierig. Das geht aus der neuesten Konjunkturumfrage des ifo Instituts hervor, die kurz vor der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA erstellt wurde. Die Erwartungen der Branche für die kommenden Monate verfinsterten sich im August von minus 10,2 Punkte auf minus 14,1 Punkte. „Das Licht am Ende des Tunnels ist im Moment noch trüb“, sagt dazu ifo-Forscher Klaus Wohlrabe und ergänzt: „Obwohl sich die aktuelle Lage im August leicht verbessert hat, sind viele Indikatoren noch auf Schrumpfung ausgerichtet.“ 

Die Lage der Branche verbesserte sich im August von minus 2,1 auf plus 4,3. Immerhin wurden die Lager an fertigen Autos im Sommer kräftig geräumt, der Wert sank von 29,3 auf 10,9. Und mit dem neuen Modelljahr ab August stiegen die Produktionspläne von minus 11,2 auf plus 8,7. Doch der Auftragsbestand beträgt noch immer minus 7,7 (Vormonat minus 28,2), die Exporterwartungen zeigten einen Wert von minus 13,0, nach minus 21,1 im Vormonat.

Die Beschäftigten der Branche erleben unsichere Zeiten. Die Beschäftigungserwartungen zeigten im August einen Wert von minus 16,5, nach minus 27,5 im Juli. Im Juni waren die Erwartungen von Kurzarbeit in den kommenden Monaten noch von 14,7 auf 21,8 gestiegen. Parallel dazu hatten im Juni noch immer 68,8 Prozent der Firmen Überstunden, im Sommer 2018 waren es allerdings 84,8 Prozent.




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