Die ganze Welt in einem Fonds

Ein Investor, der sich nur auf seinen Heimatmarkt fokussiert, verliert von vornherein das Potenzial, das herausragende, diversifizierte Geschäftsmodelle ausländischer Unternehmen bieten.

Ausschließlich im Heimatmarkt zu investieren ist eine einfache Strategie, die Vorteile liegen auf der Hand: Es wird in Unternehmen investiert, die man sehr gut kennt, alle notwendigen Informationen dazu sind leicht erhältlich und leicht verständlich. Darüber hinaus gibt es kein Währungsrisiko. Allerdings gibt es bei allem auch eine Kehrseite und der Investor muss sich der Risiken dieses vermeintlich einfachen Wegs bewusst sein. Das größte Risiko ist unserer Meinung nach die verpasste Gelegenheit – oder anders ausgedrückt: Das Investmentuniversum ist zu klein. Ein Investor, der sich nur auf seinen Heimatmarkt fokussiert, verliert von vornherein das Potenzial, das herausragende, diversifizierte Geschäftsmodelle ausländischer Unternehmen bieten. Ein deutscher Investor zum Beispiel hat im Heimatmarkt nur zwei Alternativen, um in Standardwerte nichtzyklischer Konsumgüter zu investieren: Henkel und Beiersdorf – und beide liefern in etwa ähnliche Produkte. Wenn dieser spezielle Investor seinen Fokus auf die Länder der Eurozone ausweiten würde (was immer noch keine Währungsrisiken beinhaltet), stiege die Anzahl der Standardwerte zyklischer Konsumgüter von zwei auf acht. Hinzu kommt eine größere Diversifizierung: Anstatt nur zwei Hersteller von Haushaltspflegemitteln sind nun Nahrungshersteller wie beispielsweise Danone und Unilever und Brauereien wie AB-Inbev und Heineken verfügbar. Noch einen Schritt weitergegangen, als global investiert, würde die Anzahl an Möglichkeiten gewaltig erhöhen, weil nun in alle Werte investierbar sind wie zum Beispiel Altria, Colgate- Palmolive, PepsiCo, Philip Morris.

Die Investec-Global-Franchise-Strategie hat einen differenzierten Ansatz, um in globalen Aktien zu investieren. Wir sind Bottom-up-Investoren, das heißt, dass wir nicht in Branchen oder Länder investieren, nur um zu diversifizieren. Wir glauben an das Investieren in globale, qualitativ hochwertige Unternehmen mit einer hohen Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC). Der ROIC eines Unternehmens misst, wie effektiv das Management das Geld der Investoren einsetzt, um es für die Herstellung ausreichend diversifizierter Produkte und Dienstleistungen zu nutzen, die das zukünftige Wachstum des Unternehmens vorantreiben und gleichzeitig die Eintrittsbarrieren für Wettbewerber hoch halten. Unternehmen unserer Global-Franchise-Strategie haben ihre Fähigkeiten bereits unter Beweis gestellt, indem sie starke Marktpositionen mit einer adäquaten geografischen Diversifizierung aufgebaut haben und langfristig überzeugende Outperformance mit nachhaltiger Konsistenz und Verlässlichkeit liefern. Natürlich sind Kursschwankungen der offensichtlichste Preis, den man für eine globale Investmentstrategie zahlen muss. Investoren müssen sich immer ihrer Währungsrisiken bewusst sein. Die Global-Franchise-Strategie verfügt nicht über eine aktive Methode zur Währungsabsicherung. Der Bottom-up-Investment- Ansatz bedeutet, Alpha aus der hervorragenden Positionierung der Unternehmen zu generieren, in welche wir investieren, anstatt explizit Währungen im Auge zu haben. Wir sind uns des Währungsrisikos dieser Strategie bewusst und die großen, globalen Unternehmen, die wir im Portfolio haben, verfügen über diversifizierte Einkommensströme.




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