Digitalisierung bietet Anlagegelegenheiten

Dank der derzeitigen Digitalisierung bieten Schwellenländer viele Anlagegelegenheiten, die Investoren im Auge behalten sollten.

In den vergangenen Monaten sind Schwellenländer-Anleger immer risikoaverser geworden. Grund dafür war das unglückliche Zusammentreffen mehrerer Faktoren: steigende US-Zinsen, die Aufwertung des US-Dollar sowie tief greifende politische Spannungen, die sich im Kräftemessen zwischen den USA und China, Russland und der Türkei äußerten.

Welche Entwicklungen prägen die Schwellenländer aktuell?

Im Handelskonflikt, den das Weiße Haus vor einigen Monaten angezettelt hat, gibt es keinerlei Anzeichen einer Entspannung, und seine Auswirkungen auf das Wachstum sind in Asien bereits zu spüren. Hier waren die PMI-Umfragewerte – insbesondere die Indizes für neue Exportaufträge – rückläufig. Die USA halten an ihrem antagonistischen, merkantilistischen Kurs fest und bauen immer mehr Zollschranken für den bilateralen Handel auf. Und da weder aus Washington noch aus Peking auch nur das geringste Signal einer Deeskalation kommt, wäre es unklug, zu diesem Zeitpunkt eine konkrete Verbesserung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen vorauszusagen.

De facto hat der Zollstreit von der Tatsache abgelenkt, dass die Weltkonjunktur zusehends an Dynamik verliert. Das ist insbesondere in China zu sehen, wo zuletzt enttäuschende makroökonomische Daten gemeldet wurden. Die Regierung in Peking versucht, die Konjunktur mit antizyklischen Maßnahmen zu stützen, die 2019 ihre Wirkung entfalten dürften. China verfügt aber über immer weniger Flexibilität, da das Land keinen Leistungsbilanzüberschuss mehr erzielt und langfristige Finanzierungen wie ausländische Direktinvestitionen stark zurückgegangen sind. Das wiegt schwer auf der Zahlungsbilanz des Landes. Dadurch hat die Regierung weniger Handlungsspielraum und geld- oder fiskalpolitische Anreize, die die Nachfrage nach Rohstoffen und Metallen aus China künstlich ankurbeln würden, sind für China ein immer weniger eine Alternative.

Das Umfeld dürfte auch 2019 unsicher bleiben. Die Schwellenländer werden solange vor Herausforderungen stehen, bis sich eine Lösung für die skizzierten Problemfelder abzeichnet: die makroökonomische Unsicherheit, klarere Anzeichen einer geldpolitischen Lockerung vonseiten der People’s Bank of China und eine Deeskalation des Handelsstreits zwischen China und den USA.

Was bedeutet das für Schwellenländerinvestments?

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wann erreichen wir einen günstigen Zeitpunkt für Investitionen in Schwellenländer? Carmignac ist der Ansicht, dass ein Engagement in Schwellenländer wegen ihres langfristigen Wachstumspotenzials sinnvoll ist. Carmignac investiert bevorzugt in Unternehmen aus schwach abgedeckten Sektoren, die am meisten von langfristigen Trends profitieren werden und langfristiges Wachstum unabhängig von den Marktbewegungen bieten. Dazu sucht das Unternehmen nach neuen Branchen, in welcher Entwicklungsphase sie sich befinden und welches Zukunftspotenzial sie haben. Innerhalb dieser Sektoren sind die Unternehmen relevant, die eine klare Strategie verfolgen, diszipliniert sind und über die finanziellen Mittel verfügen, um ihr Ziel zu erreichen.




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