Germany? Na klar, strong buy!

Deutschland ist mit Ausfuhren im Wert von 1.195 Milliarden Euro nach China und den Vereinigten Staaten die drittgrößte Exportnation der Welt. An den Börsen locken gute Kaufgelegenheiten. Führende Fondsmanager sehen allerbeste Chancen. Ein Überblick.

Dr. Christian Funke, Source for Alpha:

Die Situation der europäischen Wirtschaft im Allge­meinen sowie der deutschen Volkswirtschaft im Be­sonderen wird derzeit von zwei Themen dominiert: den geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank sowie den Ängsten vor einem deutlichen Einbruch der Weltkonjunktur. Das Anleihekaufprogramm der EZB stellt einen permanenten Stimulus für die deutsche Konjunktur dar. Weiterhin wird durch die lockere Geldpolitik der Euro perma­nent unter Druck gesetzt, was sich ebenfalls sehr positiv auf die exportabhängige deutsche Wirtschaft auswirkt. Negativ sind die massiven Konjunktursorgen aus Fernost, welche die Stim­mung bei den deutschen Unternehmen deutlich eintrüben. Wir denken, dass sich die deutsche Konjunktur in den folgenden Monaten weiterhin in diesem Span­nungsfeld zwischen dem positiven geldpolitischen Impuls und den negativen weltweiten Konjunkturängsten befinden wird.

Im Spannungsfeld zwischen positiven geld­politischen Impulsen und negativen Konjunktur-ängsten konnte der Dax im Jahr 2015 eine Rendite von knapp zehn Prozent verbuchen. Eine derartige positive Marktentwick­lung ist nicht ungewöhn­lich. Überraschend war jedoch, wie sich die unter­schiedlichen Aktiensekto­ren entwickelt haben. Normalerweise gewinnen zyklische Titel – wie zum Beispiel Banken und Industriewerte – in einem positi­ven Marktumfeld deutlich mehr als der Gesamtmarkt, während defensive Titel der Marktentwicklung hinterherhinken. Im Jahr 2015 war es genau umgekehrt: Ganz vorn waren defensive Titel wie zum Beispiel Adidas, während zyklische Titel wie beispiels­weise ThyssenKrupp der allgemeinen Marktentwicklung nicht folgen konnten. Diese unterschiedliche Wertentwicklung spie­gelt den Effekt der entgegengesetzten, dominierenden Faktoren wider: Alle Aktien konnten von der expansiven Notenbankpo­litik profitieren, aber vor allem zyklische Werte waren von der unsicheren Lage der Weltkonjunktur betroffen. //




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