GKFX – Trading-Tipps für diese Woche

Martin Chmaj, Chefanalyst bei GKFX

DAX am seidenen Faden!

Nach einem mehr als desaströsen Wochenbeginn, der DAX verlor am vergangenen Montag 1,8 Prozent, haben sich die Anleger im Nachgang wieder zusammengerissen und eine Erholungsbewegung eingeleitet. Im Zuge dieses Aufbäumens, schafften sie den Wochenverlust bis zum letzten Handelstag etwas einzudämmen, der deutsche Leitindex verabschiedete sich auf Wochensicht mit einem Minus von 1,50 Prozent auf 11.693 Zähler.

Neben dem Handelskrieg zwischen China und den USA (nach Ankündigung neuer Strafzölle durch Herrn Trump konterte China mit einer deutlichen Abwertung seiner Währung, zudem teilte das Handelsministerium in Peking mit, dass chinesische Unternehmen keine Agrargüter mehr aus den USA importieren werden), könnte nun auch die Italien-Krise negative Auswirkung auf die weitere Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten haben. Vorsicht ist also weiterhin geboten.

Charttechnik

Die jüngste Bewegung auf der Unterseite, die das letzte Tief bei 12.194 und die Wolke mit sich riss, hat auf der Tagesebene deutliche Spuren hinterlassen. In den letzten Tagen haben die Shorties sogar den größeren Aufwärtstrend angegriffen. Um diesen komplett zu brechen, muss allerdings das entscheidende Tief bei 11.607 Zählern signifikant unterschritten werden. Das haben die Bären noch nicht geschafft. Zwar ist der Kurs kurzzeitig unter dieses Level gerutscht, ein nachhaltiger Abverkauf fand noch nicht statt.

Trading-Idee

Auf der Stundenebene wurde nun eine Trendumkehr vollzogen. Im Klartext: Wir haben momentan einen Trend, der aufwärtsgerichtet ist. Da aber das Volumen und die robusten Kerzen in der übergeordneten Ausrichtung für deutliche Stärke auf der Unterseite sprechen, werde ich die Korrekturbewegung abwarten und versuchen ab dem 11.970er Bereich (50%-Korrektur) einen Trade in Short-Richtung abzusetzen. Sollte sich schon vorher der Trend umkehren, so ist ein Einstieg im Stundenchart tief aus der Korrektur geplant. Bitte passen Sie die Positionsgröße der aktuellen Marktsituation an.

Ölpreis fällt wie ein Stein!

Die Abwärtsrally hat sich in der letzten Woche fortgesetzt und dem schwarzen Gold ein Wochenverlust von über drei US-Dollar auf die Marke von 58,07 USD beschert. Unerwartet hohe Lagerbestandsaufbauten in Amerika drückten die Rohölnotierungen tief ins Minus.

Charttechnik:

Der Kurs hat im Rahmen einer dynamischen Bewegung in Richtung Süden, zunächst das Level von 59,91 USD angelaufen, bevor er dann weiter In Richtung des entscheidenden Tiefs bei 59,12 USD abgedriftet ist. Dort haben die Bären ihre Krallen ausgefahren und bugsierten den Preis problemlos unter die ach so wichtige Zone. In der Spitze erreichte der Ölpreis gar die 55,75 US-Dollar.

Trading-Idee:

Momentan befindet sich der Kurs in der Konsolidierungsphase. Folgendes Szenario dürfte uns in die Karten spielen: Die Erholungsbewegung nimmt als erstes Ziel die Marke von 61,50 USD (50%-Korrektur) ins Visier. Gelingt es den Bullen dort weiter am Ruder zu bleiben, so dürfte die Korrektur als nächsten relevanten Punkt die 65,35 USD anlaufen. Oberhalb von diesem Level liegt dann das finale Hoch bei 67,44 USD. Ab der Marke von 61,50 USD ist ein Entry in Short-Richtung empfehlenswert. Warum nicht schon vorher? Die Antwort liegt hier klar auf der Hand – je tiefer die Korrektur desto mehr Potenzial haben wir bis zum ersten Anlaufziel.




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