Gold oder Platin oder beides

Jörg Schulte, Swiss Resource Capital AG

Gold und Platin werden für die Schmuckherstellung verwendet. Für Platin ist es das zweitgrößte Nachfragesegment. Ein Kommentar von Jörg Schulte von der Swiss Resource Capital AG.

Etwa 25 Prozent der Platin-Nachfrage ging im vergangenen Jahr in die Schmuckbranche. Und Platin wird immer beliebter, denn es punktet nicht nur mit seinem weißen Schimmer, es ist auch hypoallergen. Platin besitzt eine Reinheit von 95 Prozent. Gold (18 Karat) dagegen hat nur einen Reinheitsgrad von 75 Prozent. Platin ist auch rund 30-mal seltener als Gold. Rund 891 US-Dollar kostet aktuell die Feinunze Platin. Damit ist Platin bedeutend günstiger als Gold.

Besondere Eigenschaften machen Platin tauglich für industrielle Anwendungen, etwa in Stromrichtern, besonders in Fahrzeugkatalysatoren und auch in der Medizin (Herzschrittmacher). Laut einer Umfrage in China, Japan, Indien und in den USA erholt sich der durch die Pandemie getroffene Platinschmuckmarkt bereits wieder.

Möchte man aber keinen Schmuck kaufen, sondern lieber in edle Metalle investieren, dann kann man mit Sibanye-Stillwater gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das Unternehmen besitzt nämlich große Platin- und Palladiumprojekte in den USA und in Südafrika. Außerdem gehört Sibanye-Stillwater zu den großen Goldproduzenten.

Wer sich beim Investieren ganz auf Gold konzentrieren möchte, der sollte sich einmal OceanaGold anschauen. Diese mittelgroße Goldgesellschaft hat in Neuseeland zwei Goldminen und in den USA die Haile-Goldmine im Portfolio. Das Gold-Kupfer-Projekt Didipio auf den Philippinen gehört auch noch dazu. Zudem besitzt OceanaGold strategische Investitionen (Options- und Joint Venture-Vereinbarungen) sowie Aktienpositionen in zwei Explorationsunternehmen.




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