Handelskonflikt lastet auf den Rohstoffpreisen

Dr. Dora Borbély und Dr. Ulrich Kater (Chefvolkswirt), Deka Makroresearch

Rückblick: Mit einigen Ausnahmen (Gold, Palladium, Blei, Agrarrohstoffe) haben die Preise für viele von uns beobachtete Rohstoffe nachgegeben, bei Rohöl und manchen Industriemetallen sogar deutlich. Angesichts der Verschärfung im Handelskonflikt und der damit verbundenen Risiken für die Weltwirtschaft ist das nicht verwunderlich.
US-Präsident Trump hat die nächste Eskalationsstufe beim Handelsstreit erklommen, indem er Zolldrohungen (gegenüber Mexiko) jetzt auch als Instrument einsetzt, um seine politischen Ziele zu erfüllen, und nicht wie bislang die Zölle „nur“ als protektionistische Handelsmaßnahme benutzt. In der Summe haben die spekulativ orientierten Rohstoffmarktteilnehmer daraufhin ihre Wetten auf steigende Rohstoffpreise deutlich reduziert. Inzwischen ist es nur noch eine schwach ausgeprägte Mehrheit, die von einer Verteuerung bei Rohstoffen ausgeht.

Ausblick: Aus unserer Sicht hängt der Rohstoffpreisausblick stark davon ab, inwieweit die Weltwirtschaft durch die Handelskonflikte in Mitleidenschaft gezogen wird und wie energisch die Notenbanken einer Wachstumsabschwächung entgegensteuern. Bislang gehen wir von einer Abflachung der globalen Wachstumsdynamik aus, die lediglich starke Rohstoffpreisanstiege verhindert. Für einen stärkeren Rohstoffpreisrückgang bedarf es eines globalen Konjunktureinbruchs, den wir in der Form nicht prognostizieren. So dürften sich die Rohstoffpreise im weiteren Jahresverlauf unter Schwankungen grob seitwärts bewegen.

Mehr Informationen:

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