Unternehmensgewinne stützen Aktienmarkt

Der japanische Aktienmarkt trotzt den Befürchtungen über einen möglichen Handelskonflikt mit hohen Unternehmensgewinnen, schreibt Karsten Marzinzik. Er ist Senior Account Manager bei Swisscanto AM.

Im Februar und März entwickelte sich der japanische Aktienmarkt zunehmend volatil. Dies ist als eine Reaktion auf die fortgesetzte geldpolitische Straffung der US-Notenbank zu werten. Eine weitere wesentliche Ursache für die Turbulenzen waren Befürchtungen über die Auswirkungen der Handelspolitik von US-Präsident Trump auf die Weltwirtschaft. Auch die Folgen der Yen-Stärke für die japanische Wirtschaft gaben und geben Anlass zur Sorge. Japanischen Unternehmen reagieren indes zunehmend resistenter auf Wechselkursschwankungen und die Nachfrage nach Produkten in den Bereichen Halbleiter, Elektronik, Automatisierung (Factory Automation) und anderen neuen Technologien war ungebrochen stark. Sollten sich die Bedenken um die geldpolitische Straffung und die protektionistische Handelspolitik zerstreuen, hat der japanische Aktienmarkt durch die Rückendeckung starker Unternehmensgewinne Erholungspotenzial. Bereits im laufenden Monat tendierten Nippons Aktienmärkte wieder vermehrt Richtung Norden.

Japanische Aktientitel als interessante Anlagealternative

Auch wenn wir in unserem Informationstechnologie-Zeitalter immer häufiger mit kurzfristigen Entwicklungen und Tendenzen konfrontiert werden, stellt für Investoren der mittel- und langfristige Anlagehorizont das Maß aller Dinge dar. Und hier bleiben japanische Dividendenpapiere innerhalb des gesamten Aktienuniversums eine interessante Alternative. Denn es gibt kaum Hinweise auf einen baldigen geldpolitischen Exit. Mitte März wurde Zentralbankgouverneur Haruhiko Kuroda vom Parlament für eine weitere Amtsperiode bestätigt. Gleichzeitig wurden zwei neue Vizegouverneure ernannt: Masayoshi Amamiya, der auf der geldpolitischen Linie von Kuroda liegt, sowie Masazumi Wakatabe, der als Reflationist gilt. Aufgrund der neuen Zusammensetzung und der anlässlich der Anhörung geäußerten Bemerkungen kann davon ausgegangen werden, dass die ultraexpansive Geldpolitik noch einige Zeit beibehalten wird. Zwar erwähnte Kuroda, dass im Fiskaljahr 2019 – sofern das Inflationsziel von zwei Prozent erreicht wird – über einen graduellen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik nachgedacht werden müsse. Aber dies dürfte die Finanzmärkte dann nicht sonderlich schocken, da dieses Szenario nach den Entwicklungen in den USA und in Europa nur folgerichtig wäre. Aktien sind generell im Niedrigzinsumfeld attraktiv und aus unserer Sicht gehören Small & Mid Caps aus Japan zur langfristigen Beimischung ins Portfolio Aktien affiner Investoren.

Japanische Small & Mid Cars bieten höhere Kurschancen

Unternehmen dieses Segments fallen häufig auf durch innovative Produkte oder Dienstleistungen und höhere Kurschancen als Blue Chips. Mit Sparx Asset Management haben wir einen in Tokio ansässigen Fondsmanager, der für den Swisscanto (LU) Equity Fund Small & Mid Caps Japan AT EUR  verantwortlich zeichnet. Die Brutto-Wertentwicklung dieser Tranche mit 99,94 Prozent Rendite über die vergangenen fünf Jahre (Stichtag 31. März 2018) unterstreicht deren Expertise in diesem speziellen Segment, um Chancen und Risiken des Markts optimal auszuloten. Selbstverständlich waren die Aktienmärkte generell positiv und dieser Erfolg ist keine Garantie für künftige Entwicklungen, dennoch ist davon auszugehen, dass das Segment der japanischen Small & Mid Caps im Gesamtvergleich weiterhin sehr chancenreich bleibt.




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