Kendox setzt Kurs in Richtung Cloud-Lösungen fort: „Starke Partnerschaften für die digitale Zukunft“

Kurt Krinner, Geschäftsführer von eks; Rolf Stephan, Axon Ivy; Nicola Isch, FIVE Informatik

Oberriet, 10.07.2019 – Die Kendox AG, der Schweizer Spezialist für Software- und Services rund um digitale Dokumenten- und Informationsprozesse, gewährte auf dem Kunden- und Partnertag in Bregenz Einblicke in erfolgreiche Kundenprojekte sowie die aktuelle Roadmap. Rund 250 Kunden und Partner von Kendox nahmen an der Veranstaltung teil, die in diesem Jahr anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Kendox AG auf dem Eventschiff MS Sonnenkönigin am Bodensee stattfand.

Wie bewältigt die am schnellsten wachsende Kaffeebar-Kette in Deutschland „chicco di caffè“ die Verwaltung von Belegen, Rechnungsfreigaben und anderer Dokumentenprozesse? Wie betreut die Pensionskasse der Stadt Zürich ihre rund 26.000 postalisch eingehenden Dokumente, verringert Medienbrüche und stellt eine standardisierte Archivierung sicher? Kunden aus unterschiedlichen Branchen stellten im Vortragsmodul „Digitale Lösungswelten“ vor, wie sie mithilfe von Kendox und Partnerunternehmen aktuelle Herausforderungen bewältigen und mehr Effizienz durch Digitalisierung sicherstellen konnten. Dabei gaben die Kunden Einblicke in die Auswahlkriterien und Prozesse bis zur Lösungswahl, die Projektumsetzung sowie die Ergebnisse.

In einer Expertenrunde mit Bürotex/CaaSpa und all4cloud lernten die Teilnehmer Leuchtturmprojekte im Umfeld von Online-Marktplätzen und dem Cloud-ERP SAP Business ByDesign kennen. Zudem präsentierten langjährige Geschäftspartner von Kendox, wie FIVE Informatik, eks Informatik und Axon Ivy, ihre DMS- und Geschäftsprozessmanagement-Projekte im Zusammenspiel mit Kendox InfoShare. Festzustellen sei ein wesentlicher Wandel bei der Anschaffung von ECM/DMS-Lösungen: Die Innovationstreiber in den Unternehmen seien heute viel stärker die Fachabteilungen, nicht mehr nur die IT. „Sie haben andere Anforderungen an die Lösungen. Früher haben wir Werkzeuge geliefert, die in den Unternehmen implementiert wurden.

Jetzt sind mehr Lösungen gefordert“, berichtet Kurt Krinner, Geschäftsführer von eks. Einen Trend hin zu Best-of-Breed und erhöhter Bedeutung der User Experience sieht Rolf Stephan von Axon Ivy: „Der Integrationsaufwand tritt stärker in den Vordergrund. Wir sehen eine Verlagerung weg von monolithischen Lösungen. Insbesondere die jüngere Generation von Mitarbeitern, die neu in die Unternehmen kommen, vergleichen die Benutzung der Legacy-Systeme mit modernen Applikationen oder ihren täglich genutzten Apps. Das ist eine aktuelle und große Herausforderung in unserer Branche.“ Nicola Isch von FIVE Informatik sieht vor allem „einen Trend zu mehr Self-Service. Mitarbeiter wollen eigenständig nach Lösungen suchen und diese dann auch gleich nutzen. In diesem Kontext werden Cloud-Anwendungen zum Mainstream.“

Manfred Terzer fasst zusammen: „Neben Dauerthemen wie der elektronischen Archivierung und rechtskonformen Aufbewahrung von Dokumenten gewinnen in den nächsten Jahren drei Bereiche an Bedeutung: Prozesse rund um die Digitalisierung von Dokumenten, alles rund um die automatisierte Erkennung von eingehenden Dokumenten sowie die Digitalisierung der nachgelagerten Prozesse. Denn was nützt es, wenn wir die Daten automatisch erkennen, aber die Prozesse noch auf Papier oder einer Mischform ablaufen.“

Die neue Kendox InfoShare Version 5 wird im Gegensatz zur Vorgängerversion ausschließlich auf den aktuellsten mobilen Web-Technologien basieren. InfoShare 5 unterstützt mit dem HTML5 Mobile Web Client nur noch eine universelle Client-Technologie, nur noch eine Kommunikationstechnologie (mobiles Internet, REST/JSON) und ermöglicht beliebig viele „Micro Services“ (Serveranwendungen) von Kendox und Partnern. Dadurch können alle Funktionen des Systems zuverlässig und performant in den heutigen mobilen Infrastrukturen bereitgestellt werden.

Zusätzlich hat Kendox in die Rechenzentrumsfähigkeit der InfoShare Lösung investiert und insbesondere den „Provisioning Service“ erweitert. Kendox InfoShare in der Version 5 wird bereits in der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein. Ab 2020 kommen dann zusätzliche Funktionen wie intelligente Indexierung und Klassifizierung hinzu, ILM (Information Lifecycle Management), ein neues Modul für digitale Akten und virtuelle Ordner sowie erweiterte Purchase-to-Pay-Lösungen. Ab Verfügbarkeit der neuen Version 5 erhalten Kunden und Partner für noch mindestens zwei Jahre umfassende Wartung und Support für die noch aktuelle Version 4, sodass ausreichend Zeit für die Umstellung auf die neue Generation der Lösung bleibt.

Kendox CTO Werner Haltner, der Mastermind hinter InfoShare, gab einen detaillierten Einblick in die Neuerungen, die in Kürze in einer Produktmeldung veröffentlicht werden. Die gleiche Software, die Kunden on-premises nutzen, können sie dank der vollumfänglichen Standardkonfiguration auch in der Cloud nutzen und betreiben. Die Ausrichtung der Lösung auf White-Labeling ermöglicht zudem auch Partnerlösungen unter eigener Marke.

Schon heute erzielt Kendox einen Teil des Umsatzes mit rein Cloud-basierten Informations- und Dokumentenmanagement-Lösungen. Rund 20 Prozent der Kundenanfragen beziehen sich schon jetzt auf Lösungen aus der Cloud. Bis 2021 rechnet Kendox damit, dass mindestens ein Drittel des Umsatzes mit Cloud-Lösungen generiert wird. Nach Ansicht von Terzer haben wir „einen Punkt erreicht, wo wir mitten drin sind in der ‚sogenannten‘ Digitalisierung“. Bereits zwei Drittel der Unternehmen nutzen heute schon in irgendeiner Form Cloud-Computing, in Großunternehmen liege der Anteil laut Bitkom sogar bei 83 Prozent. Viele Unternehmen seien gezwungen, sich anzupassen.

Dies belegte Terzer anhand einiger Beispiele aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmen. Seit 2012 setzt Kendox konsequent auf die Entwicklung Cloud-basierter Lösungen. Dabei werde man sich zukünftig an drei zentralen Themen orientieren, erläutert Terzer: „Die Intensivierung der Plattformökonomie, die Einbindung von KI-Elementen in konkreten branchenrelevanten Anwendungen, sowie der Fokus auf die Frage ‚Wie und über welche Kanäle wird unsere Software von den Anwendern genutzt und welche Anforderungen ergeben sich daraus für unsere Lösungen und deren Vermarktung‘.“

Perspektiven sieht Kendox unter anderem im Plattformbusiness. Beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) steht für Terzer zunächst die Automatisierung im elektronischen und physischen Posteingang im Vordergrund. Hier entwickelt Kendox derzeit Standardmodule – u.a. unter Nutzung von OCR- und Deep-Learning-basierten Lösungen des Fraunhofer Instituts – mit denen Texte und Dokumente automatisch erkannt und eingeordnet werden. Entsprechende Funktionalitäten sollen bereits nächstes Jahr in die bestehenden Lösungen integriert und verfügbar gemacht werden.




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