Pantaflix AG: Komplexitätserhöhung statt Fokussierung

Peter Hasler, Sphene Capital GmbH

Wie das vergangene Halbjahr aus unserer Sicht einmal mehr gezeigt hat, kann eine Aneinanderreihung semi-wichtiger Unternehmensmeldungen zwar einen Aktienkurs kurzzeitig stabilisieren, ist jedoch für den Wert eines Unternehmens solange nicht relevant, wie die Werttreiber nicht ebenfalls zum Positiven verändert werden. So sehen wir die Befürchtungen, die sich in der Kursentwicklung der vergangenen Monate aus unserer Sicht angedeutet haben, im gestern veröffentlichten Halbjahresbericht bestätigt: Trotz steigender Umsätze hat sich die Ertrags- und Liquiditätslage von Pantaflix zum ersten Halbjahr 2019 nochmals verschlechtert:

Während der operative Verlust (EBIT) um 44,3% auf EUR -6,3 Mio. anstieg, hat sich der Bestand an Zahlungsmitteln gegenüber Dezember 2018 trotz der im Februar 2019 durchgeführten Kapitalerhöhung um EUR -4,8 Mio. auf nunmehr EUR 9,1 Mio. verringert. Die ‚deutliche Ergebnisverbesserung‘, die das Unternehmen im H1-Bericht beschreibt, können wir, mit Ausnahme des bei einem kapitalintensiven Geschäftsmodell – wie von wie Pantaflix – wenig aussagekräftigen EBITDA, nicht bestätigen. Angesichts der operativen Entwicklung bestätigen wir den aus unserem DCF-Entity-Modell ermittelten Wert des Eigenkapitals von EUR 0,30 (Base-Case-Szenario) je Aktie und bekräftigen unser Sell-Rating für die Aktien der Pantaflix AG.




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