LGIM erhöht den Druck auf Unternehmen, den Klimawandel anzugehen

Meryam Omi, Head of Sustainability and Responsible Investment Strategy bei LGIM

Legal & General Investment Management (LGIM) hat im Rahmen ihres Climate Impact Plegde zum zweiten Mal ihr jährliches Ranking zu den „Anführern und Nachzüglern” (‚Leaders and Laggards‘) der Unternehmen bezüglich des Klimawandels veröffentlicht.
Mit der 2016 eingeführten Climate Impact Plegde hat sich LGIM dazu verpflichtet, mit den größten Unternehmen aus sechs Sektoren zusammenzuarbeiten, die maßgeblich dazu beitragen können, die globalen Klimaschutzziele zu erreichen: Öl und Gas, Bergbau, Energieversorger, Automobile, Lebensmitteleinzelhandel und Finanzen.

Die diesjährigen Ergebnisse zeigen in allen sechs Sektoren eine Verbesserung der Durchschnittswerte. Hervorzuheben sind die Fortschritte in Sektoren, die häufig unter öffentlicher Beoachtung stehen. So verbesserten sich Öl- und Gasunternehmen, Versorgungsunternehmen und Automobile in ihren Offenlegungen und Zielsetzungen erheblich. Auch die wichtigsten Regionen, die zur Analyse herangezogen wurden, konnten ihre Durchschnittswerte verbessern. Dazu zählen die USA, das Vereinigte Königreich, Europa und der asiatisch-pazifische Raum.

Die Studie von LGIM stellte jedoch auch eine signifikante Diskrepanz zwischen Anführern und Nachzüglern heraus, die in den gleichen Sektoren tätig sind. Zudem weist sie Anzeichen einer Stagnation in Sektoren wie Finanzen und Lebensmitteleinzelhandel auf. Die Divergenz innerhalb der USA ist besonders groß, da die Unternehmen sich in einem Zwiespalt zwischen der föderalen Haltung zum Pariser Abkommen und anderen globalen, staatlichen und lokalen Initiativen zur Lösung von Klimafragen befinden.

Den Wandel durch konstruktiven Dialog und wirkungsvolle Ergebnisse vorantreiben

Das öffentliche Bewusstsein über die Gefahren des Klimwandels ist seit 2018 auf ein noch höheres Niveau gestiegen­ – nicht zuletzt aufgrund alarmierender wissenschaftlicher Beweise, die die Dringlichkeit des Problems aufzeigen. Dank der fruchtbaren Dialoge mit den Unternehmen, die dem Climate Impact Pledge unterliegen, konnten konkrete Maßnahmen und Veränderungen in der Diskussion auf Vorstandsebene herbeigeführt werden, um angesichts der sich schnell verändernden politischen, technologischen und Verbraucher-Trends widerstandsfähige Strategien entwickeln zu können. Mit dem Climate Impact Pledge zielt LGIM als verantwortungsvoller und langfristiger Investor darauf ab, die Namen von Unternehmen bekannt zu geben, die in jedem der Sektoren eine führende Rolle übernommen haben.

Im Juni 2018 stimmte LGIM gegen acht Unternehmen in der Future World Fund Range und schloss sie aus ihren Investments aus, da sie weiterhin untätig bezüglich der Bekämpfung des Klimarisikos blieben. Seitdem verlief die Zusammenarbeit mit allen acht Unternehmen erfolgreich. Aufgrund der positiven Ergebnisse wurden Occidental Petroleum und Dominion Energy wieder in das Investmentuniversum aufgenommen.

Trotz der positiven Dynamik bleibt jedoch noch viel zu tun. Nach der aktualisierten Evaluation von LGIM im Jahr 2019 werden fünf neue Unternehmen wegen unzureichender Ergebnisse aus der Future World Fund Range ausgeschlossen: ExxonMobil Corporation, Hormel Foods, Korean Electric Power Corporation, Kroger und Metlife. Hinzu kommen China Construction Bank, Rosneft Oil, Japan Post Holdings, Subaru, Loblaw und Sysco Corporation. Zwar zeigen diese Unternehmen weiterhin Engagement, haben aber noch nicht die erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um eine Wiederaufnahme zu gewährleisten.

Meryam Omi, Head of Sustainability and Responsible Investment Strategy bei LGIM:
„Unser Climate Impact Pledge zeigt, dass Engagement ein wirksames Instrument sein kann, wenn es Konsequenzen gibt. Gespräche ohne Ergebnisse sind angesichts der Dringlichkeit, den Klimawandel anzugehen, nicht mehr hinzunehmen. Die Fortschritte, die viele der Unternehmen gemacht haben, spornen uns enorm an. Die Unternehmen am unteren Ende holen auf, während die Anführer weiterhin neue Wege erschließen. Wir wissen, dass noch viel mehr getan werden muss. Deswegen werden wir Unternehmen weiterhin dazu bewegen, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die einer erfolgreichen und nachhaltigen Zukunft entsprechen.“




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