Unterstützung der Unabhängigkeit

Mikrokredite ermöglichen Menschen in Entwicklungsländern den Schritt in die Selbstständigkeit.

Die Entwicklungsorganisation Oxfam führte Anfang 2016 in einem Report die großen und wachsenden sozialen Diskrepanzen vor. „Die Zeit“ sprach in der Berichterstattung von der „Obszönität“ des Missverhältnisses der Zahlen, während beispielsweise WeltN24 und „FAZ“ einen Gegentrend aus den Zahlen herauslesen konnten.

Diese Diskussionen führen aber vor allem zu einer höheren Sensibilität der Leser. Zeitgleich verlieren europäische Staatsanleihen stark an Wert und das altbewährte Sparbuch wird von Null- bis Negativzinsen bedroht. Das Risiko der Vermögensverluste durch Nicht-Handeln ist so hoch, dass es sich auch für Nicht-Anleger lohnt, über Geldanlagen nachzudenken.

Kreditnehmer, die formale Anforderungen des Finanzsektors nicht erfüllen

Eine Möglichkeit bietet sich im noch jungen, aber bereits etablierten Bereich der Mikrofinanz. Mikrofinanz verfolgt das Ziel, Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern, die sonst keinen oder nur begrenzten Zugang zu Finanzdienstleistungen haben, verlässliche und bedarfsgerechte Leih- und Sparmöglichkeiten anzubieten. Darunter fallen finanzielle Basisdienstleistungen wie Kreditvergaben, Sparmöglichkeiten, Finanztransaktionen und Versicherungen. Die Erfahrung zeigt, dass oft bereits kleine Darlehen reichen, um etwas zu bewegen.

Der Hauptunterschied zwischen dem Mikrofinanzwesen und dem formalen Finanzsektor ist die Zielgruppe: Menschen mit geringer Kaufkraft und ohne Ressourcenausstattung können die Kriterien des formalen Finanzsektors nicht erfüllen und fallen damit aus etablierten Wirtschafts- und Finanzierungssystemen heraus. Gerade sie benötigen aber Anschub- oder Überbrückungsfinanzierungen, um Saatgut zu kaufen, in einer Hochphase Erntehelfer zu beschäftigen oder um einen Transporter anzuschaffen, damit die Ernte auch zum Markt transportiert werden kann.

Der Weg über Mikrofinanzinstitute im Land des Darlehensempfängers bietet einen Lösungsweg: Private oder institutionelle Geldgeber stellen ihr Kapital einem Mikrofinanzfonds zur Verfügung. Das Portfoliomanagement vergibt nach Zustimmung eines Investmentkomitees Darlehen an Mikrofinanzinstitute, die wiederum Kredite in geringer Höhe an Kleinstunternehmer vergeben. In umgekehrter Reihenfolge findet anschließend der Kapital- und Zinsrückfluss statt.




Nachricht an die Redaktion

Hier können Sie uns einen Kommentar zu dem Artikel zukommen lassen.
Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Bitte lasse dieses Feld leer.]

Bei unseren Lesern momentan beliebt