Nachhaltige Anlagen sind Chance des Jahrzehnts

Mark Haefele, Investment-Chef der UBS-Vermögensverwaltung

Die schweizerische Großbank UBS will ihren Kunden verstärkt nachhaltige Geldanlagen anbieten. „Nachhaltige Investments sind die größte Investmentchance der nächsten zehn Jahre“, sagte der Investment-Chef der UBS-Vermögensverwaltung, Mark Haefele, in Davos im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Gesellschaften würden zunehmend bestrafen, wenn Unternehmen sich nicht an Regeln wie diejenige zur CO2-Reduktion hielten. „Jede Strafe hat einen bedeutenden negativen Effekt auf den Unternehmenswert“, sagte Haefele am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums.

In Europa und auch in Asien werde das Thema Klimaschutz derzeit zur Priorität gemacht, sagte der Manager eines der größten Vermögensverwalters der Welt. „Das Vermögen wird derzeit von den Babyboomern an deren Verwandte weitergegeben, immer größere Gruppen von Anlegern glauben an nachhaltige Vermögensanlagen. Unser nachhaltiger Investmentfonds in der Vermögensverwaltung ist der am schnellsten wachsende.“ In der Vermögensverwaltung betreut die UBS vor allem reiche Privatpersonen und Familien.

Neue Marschroute 

Laut UBS fehlt Investoren bisher oft die Möglichkeit, nach ihren Bedürfnissen in nachhaltige Anlagen zu investieren. Das hat zur Folge, das bisher deutlich zu wenig Kapital in nachhaltige Investments fließt, um die Klimaschutzziele des Pariser Abkommens zu erreichen.

Um das zu ändern, will die UBS ihren Kunden bessere Daten zur Nachhaltigkeit und zum Klimarisiko von Investments an die Hand geben und diese auf mehr Anlageklassen ausweiten. UBS-Verwaltungsratschef Axel Weber stellte in Davos dazu eine neue Marschroute vor, die etwa die Abhängigkeit von klimaschädlichen Branchen abmildern soll.




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