Neues Betrugsmodell: bafin-finanz.de – BaFin warnt vor falschen Webseiten und E-Mails im Namen der BaFin

Jörg Droste, Cash.

Abermals ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)  Opfer eines Cyberbetrugsmodells geworden. Jetzt warnt die Bafin vor Fake-Webseiten und E-Mails im Namen der BaFin.

Erneute dreiste Cybercrime-Attacke auf die BaFin. Nachdem vergangene Woche Cyberkriminelle mit dem Namen von Felix Hufeld und seiner Pressesprecherin versucht hatte, Anleger und Firmen abzuzocken, attackierten Cyberbetrüger nun erneut die Finanzaufsicht mittels einer falschen Webseite und Fake-E-Mailadresse.

Mittlerweile hat die BaFin reagiert und weist darauf hin, dass sie nicht im Zusammenhang mit der Webseiten bafin-finanz.de und E-Mail-Adressen poststelle@bafin-finanz.de steht.

Mit der Webseite bafin-finanz.de und der an sie angelehnten E-Mail-Adresse poststelle@bafin-finanz.de hätten Betreiber aus dem Umfeld der Celestial Trading Ltd. (Mahé, Seychellen) und der Capital Force Ltd. (Samoa) ein neues Betrugsmodell entwickelt, um geschädigte Anleger der Plattform Option888 ein weiteres Mal zu betrügen, teilte die BaFin weiter mit.

Auf der Webseite, die mittlerweile nicht mehr aufrufbar ist, fänden sich keine sichtbaren Inhalte. Der Besucher wurde unmittelbar auf die echte BaFin-Webseite weitergeleitet. Damit wollten die Betrüger ihrer E-Mail-Adresse poststelle@bafin-finanz.de den Anschein einer BaFin-Legitimation geben.

Konkret werden die Anleger in der E-Mail aufgefordert, eine vermeintliche Spekulations- oder Abgeltungssteuer nachzuzahlen, damit die BaFin die aus dem Anlagebetrug mittlerweile angeblich sichergestellten Gelder an sie zurückführen könne.

Der Celestial Trading Ltd. gab die BaFin am 6. Juni 2018 auf, das in Deutschland unerlaubt betriebene Finanzkommissionsgeschäft einzustellen und abzuwickeln. Die Gesellschaft nutzte wie zuvor die Capital Force Ltd. den Namen Option888, Samoa. Der Capital Force Ltd. hatte die BaFin bereits am 21. März 2018 die Geschäftstätigkeit in Deutschland untersagt. Die Identität der Hintermänner ist bis heute nicht abschließend geklärt worden.

Die BaFin warnt, dass damit zu rechnen sei, dass dieselben Betreiber oder Nachahmer mit ähnlichen Seiten wie etwa bafin-finanzen.de, bafim.de oder bafin-lawyers.com in betrügerischer Absicht an Anleger herantreten. Zudem weist die Finanzaufsicht darauf hin, dass sie von geschädigten Anlegern keine Steuern erhebt oder Gebühren fordert.

E-Mails der BaFin haben ausschließlich das Format xxx@bafin.de, einzige Webseite der BaFin ist bafin.de. Die BaFin bittet darum, von derartigen Angeboten neben den Strafverfolgungsbehörden auch sie direkt in Kenntnis zu setzen.




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