Ossiam lanciert seinen ersten ESG-ETF auf Euro-Staatsanleihen

Bruno Poulin, CEO von Ossiam

Der Ossiam Euro Government Bonds 3-5Y Carbon Reduction Ucits ETF 1C (EUR) des Smart Beta-Investmentspezialisten Ossiam, ein Tochterunternehmen von Natixis Investment Managers, ist neu auf Xetra, der elektronischen Handelsplattform der Deutschen Börse, gelistet. Das bei Auflage eingesammelte Anlegergeld beträgt 200 Millionen Euro.

Die Strategie des Fonds besteht darin, die Performance des ICE (Intercontinental Exchange) 3-5 Year Euro Government Carbon Reduction Index nachzubilden.

Bruno Poulin, CEO von Ossiam, sagt: “Wir freuen uns sehr, die Lancierung unseres jüngsten ETFs als Erweiterung unserer ESG-Produktpalette bekannt zu geben. Mit dieser ergänzenden Komponente können Anleger den gesamten CO2-Fußabdruck ihres Portfolios steuern.“

Anleihen der Eurozone

Ziel des neuen ETFs ist es, Anlegern Anleihen der Eurozone mit einer drei- bis fünfjährigen Laufzeit zugänglich zu machen. Dabei wird der CO2-Fußabdruck des Portfolios systematisch reduziert, indem die Länder entsprechend ihrer jeweiligen CO2-Emissionsbilanzen gewichtet werden. Um relative Risiken zu begrenzen, passt sich die Fondszusammensetzung der Performance und dem Risiko-/Renditeprofil der Benchmark an, wenn die Spreads zwischen Deutschland und anderen Ländern der Eurozone zunehmend auseinanderlaufen.

Der Index setzt sich aus einer Auswahl von auf EUR lautenden Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von mehr als drei Jahren und weniger als fünf Jahren zusammen, die von Ländern der Eurozone ausgegeben wurden. Die Gewichtung der Anleihen im Fonds wird mit Hilfe eines Optimierungsverfahrens ermittelt, welches darauf abzielt, Abweichungen von den Gewichtungen der Anleihen im Anlageuniversum, dem ICE BofAML 3-5 Year Euro Government Index, zu minimieren. Gleichzeitig wird dabei eine Reduktion des CO2-Fußabdrucks innerhalb der Länderabweichungsgrenzen angestrebt.

CO2-Reduzierung

Die Zielvorgabe für durchschnittliche fossile CO2-Emissionen liegt bei dieser Strategie 30 Prozent unter der des Anlageuniversums. Die Zielsetzung wird anhand der CO2-Daten der einzelnen Länder im Portfolio und ihrer jeweiligen Gewichtung berechnet. Als Basis dafür dienen die fossilen CO2-Emissionen pro Kopf, die in der Emissionsdatenbank der Europäischen Union für globale Atmosphärenforschung veröffentlicht werden. Die Strategie erlaubt eine maximale Abweichung der Gewichtung einzelner Länder im Vergleich zum Referenzindex von fünf Prozent. Es wird gegenüber der Benchmark eine tatsächliche Verringerung des CO2-Ausstoßes in Tonnen pro Kopf und Jahr um 12,6 Prozent erreicht.

Der in Euro notierte ETF (LU2069380306) ist in Luxemburg zugelassen und wird durch die Commission de Surveillance du Secteur Financier (Großherzogtum Luxemburg) reguliert. Die Gesamtkostenquote beträgt maximal 0,17 Prozent. Bei der Indexabbildung wendet der Fonds die physische Replikation an.




Nachricht an die Redaktion

Hier können Sie uns einen Kommentar zu dem Artikel zukommen lassen.
Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

[honeypot additional-name-406]]

Bei unseren Lesern momentan beliebt