Philoro Edelmetalle legt Grundstein für eigene Goldproduktion

Rudolf Brenner, Geschäftsführer Philoro

Die philoro Edelmetalle GmbH investiert rund 50 Millionen Euro, um im Laufe der nächsten zwei Jahre eine Hightech-Goldproduktion samt Hochsicherheitslager für Gold und andere Edelmetalle zu errichten.

Die neue Goldfabrik im niederösterreichischen Korneuburg wird Altgold und Goldgranulat zu Barren und weiteren Goldprodukten wie Münzen oder Halbfertigerzeugnisse für Juweliere verarbeiten. Erstmals bringt das Familienunternehmen philoro damit auch „Goldbarren made in Austria“ auf den Markt.

Am 7. Oktober unterzeichneten die philoro-Eigentümer und Geschäftsführer Rudolf Brenner und René Brückler den Kaufvertrag über das rund 35.500 Quadratmeter große Grundstück. philoro rechnet mit einer Inbetriebnahme der Hochsicherheits-Goldproduktion in gut zwei Jahren.

State-of-the-Art-Goldzentrum geplant

Geplant ist ein neues State-of-the-Art-Goldzentrum mit verschiedenen Funktionen: Kernstück der Goldproduktion wird die Scheideanstalt, auch Affinerie genannt. Dort werden Metalle von Verunreinigungen getrennt und in die Edelmetalle „geschieden“. Das daraus entstehende Granulat wird für die Fertigung von Goldbarren, Münzen, Schmuckstücken oder auch Hightech-Bauteilen für technische Geräte aller Art verwendet. Ausgangsmaterial für die Goldproduktion sind sowohl Industriegold als auch von philoro angekauftes Alt- bzw. Recyclinggold.

„Quantensprung für unser Unternehmen“

„Die neue Goldproduktion bedeutet einen Quantensprung für unser Unternehmen“, so philoro-Geschäftsführer Rudolf Brenner. „Die neuen Anlagen, nebenbei die bei weitem größte Investition in unserer Firmengeschichte, bieten uns die Möglichkeit, die komplette Wertschöpfungskette aus einer Hand anzubieten. Ich sehe dies als signifikanten Vorteil gegenüber Mitbewerbern, die entweder auf Produktion oder Handel setzen. Eine eigene Produktion verschafft uns hohe Versorgungssicherheit – und wir haben in diesem Jahr mehr als deutlich erlebt, wie wichtig dies gerade in schwierigen Zeiten ist. Darüber hinaus wissen wir, dass bei unserer eigenen Fertigung unsere hohen Ansprüche an nachhaltige und hochwertige Goldproduktion zu 100 Prozent gewährleistet sind.“

Hochsicherheitslager geplant

Neben der Goldverarbeitung kommt auch dem geplanten Hochsicherheitslager große Bedeutung zu: „Mit der wachsenden Nachfrage nach Gold steigt der Bedarf an sicheren Lagerungsmöglichkeiten, insbesondere da immer mehr Bankfilialen schließen und damit weniger Schließfächer zur Verfügung stehen“, erklärt philoro-Geschäftsführer René Brückler. „Unser Hochsicherheitslager in Korneuburg wird dem höchsten Stand der Technik entsprechen und sich an den Standards der österreichischen Nationalbank messen.“ In Zukunft wird es auch möglich sein, am neuen Standort Gold, Silber und Platin direkt vor Ort zu erwerben.

Die philoro-Gruppe setzt damit ihren konsequenten Expansionskurs fort: Als einer der führenden privaten Goldhändler im deutschsprachigen Raum ist philoro mit insgesamt elf Filialen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein sowie mit einer Niederlassung in Hongkong vertreten. In Bälde wird eine neue Filiale in Zürich eröffnet. Begleitet wurde philoro beim Ansiedlungsprojekt in Korneuburg von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich.




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