Scout24 AG setzt starkes Wachstum fort

Tobias Hartmann, CEO der Scout24 AG

Die Scout24 AG, ein führender Betreiber von digitalen Marktplätzen mit Spezialisierung auf die Immobilien- und Automobilbranche in Deutschland und anderen ausgewählten europäischen Ländern, setzt den dynamischen und hochprofitablen Wachstumspfad weiter fort. Im ersten Halbjahr 2019 konnten sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis erneut zweistellige Steigerungsraten erzielt werden. Damit ist Scout24 voll auf Kurs, die Ziele für das Gesamtjahr und somit ein Umsatzplus zwischen 15 und 17% sowie eine EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit zwischen 52 und 54% zu erreichen.

Die Fortsetzung des profitablen Wachstums wird durch die Mitte Juli kommunizierten Maßnahmen zur strategischen Weiterentwicklung vorangetrieben. Scout24 hat im ersten Halbjahr 2019 den Konzernumsatz um 19,7% auf 300,7 Millionen Euro (H1 2018: 251,2 Millionen Euro) gesteigert. Bereinigt um Konsolidierungseffekte lag die Wachstumsrate bei 13,6%. Das Konzern-EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 10,9% auf 153,9 Millionen Euro (H1 2018: 138,8 Millionen Euro). Die bereinigte Wachstumsrate von 14,3% lag damit über dem vergleichbaren Umsatzanstieg.

Die EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit erreichte im ersten Halbjahr 51,2% und wies somit ebenfalls einen höheren Wert aus als der vergleichbare Wert im Vorjahreszeitraum (H1 2018 bereinigt: 50,8%, H1 2018: 55,2%). Bei der Cash Contribution konnte Scout24 mit einer Steigerung um 18,6% auf 143,1 Millionen Euro (H1 2018: 120,7 Millionen Euro) deutlich zulegen.

Alle Geschäftsbereiche der Scout24 AG trugen im ersten Halbjahr mit einer starken Umsatzentwicklung im hohen einstelligen oder zweistelligen Bereich zu diesem sehr guten Ergebnis bei. ImmobilienScout24 und AutoScout24 profitierten dabei von ihrer starken Geschäftskundenbasis und wachsenden Erlösen je Kunde. Im Bereich Scout24 Consumer Service machte sich die Übernahme und Konsolidierung von FINANZCHECK.de positiv bemerkbar.

Am 19. Juli 2019 hat Scout24 ihre strategische Roadmap zur langfristigen Wertsteigerung bekanntgegeben. Die damit einhergehende Weiterentwicklung der Strategie umfasst die eigenständige Aufstellung der Kerngeschäftsfelder ImmobilienScout24 („IS24“) und AutoScout24 („AS24“). Die Produkte und Lösungen des bisherigen dritten Segments Consumer Services („CS“) werden in IS24 und AS24 integriert. Zudem wird die operative Effizienz weiter gesteigert.

Basierend auf einer anhaltend hohen Free-Cashflow-Generierung soll darüber hinaus auch die Kapitalstruktur weiter optimiert werden. Neben Investitionen in die Kerngeschäftsfelder, Ausschüttungen an die Aktionäre und dem weiteren Schuldenabbau wird auch ein Aktienrückkaufprogramm über 300 Millionen Euro gestartet.

„Wir sind mit dem starken Umsatz- und Ergebniswachstum im ersten Halbjahr sehr zufrieden. Wie am 19. Juli in der Strategie-Roadmap kommuniziert, sind wir fest entschlossen, den Fokus auf unsere beiden Kerngeschäftsfelder zu verstärken. Damit steigern wir die operative Effizienz und erreichen eine größere Flexibilität bei der Verfolgung verschiedener strategischer Optionen für die beiden Kerngeschäftsfelder AutoScout24 und ImmobilienScout24. In diesem Zusammenhang und mit dem Ziel, langfristigen Wert für alle unsere Aktionäre zu schaffen, haben wir eine Prüfung der strategischen Alternativen für AutoScout24 angestoßen. Wir werden auf unserem Capital Markets Day am 26.11.2019 über Fortschritte und den aktuellen Stand dieser Prüfung Auskunft geben“, kommentiert Tobias Hartmann, CEO der Scout24 AG.

Scout24 hat sich im ersten Halbjahr 2019 erneut sehr erfolgreich entwickelt, getragen von einem starken Wachstum in den Segmenten AutoScout24 und Consumer Services, sowie der anhaltend positiven Dynamik im Segment ImmobilienScout24. So stieg der Konzernumsatz um 19,7% auf 300,7 Millionen Euro. (H1 2018: 251,2 Millionen Euro). Bereinigt um Konsolidierungseffekte betrug die Wachstumsrate 13,6% (Umsatz bereinigt H1 2018: 264,7 Millionen Euro).

Das Konzern-EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit nahm im ersten Halbjahr 2019 auf 153,9 Millionen Euro zu (H1 2018: 138,8 Millionen Euro, bereinigt: 134,6 Millionen Euro), die entsprechende Marge betrug 51,2% (H1 2018 bereinigt: 50,8%, H1 2018: 55,2%). Das entspricht einem Wachstum von 10,9%, beziehungsweise einer bereinigten Wachstumsrate von 14,3%. Das EBITDA verringerte sich wie erwartet um 7,1% auf 121,7 Millionen Euro, (H1 2018: 131,0 Millionen Euro). Im EBITDA enthalten sind nicht-operative Kosten in Höhe von 32,2 Millionen Euro (H1 2018: 7,8 Millionen Euro).

Diese setzen sich im Wesentlichen aus Personalkosten (22,9 Millionen Euro), insbesondere im Zusammenhang mit anteilsbasierter Vergütung (21,5 Millionen Euro), sowie Kosten im Rahmen von M&A-Aktivitäten und Post-Merger-Integration (8,8 Millionen Euro) zusammen. Das auf die Aktionäre der Muttergesellschaft entfallende Konzernergebnis für den Berichtszeitraum betrug 52,1 Millionen Euro (H1 2018: 66,4 Millionen Euro). Dies entspricht einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von 0,48 Euro (H1 2018: 0,62 Euro).

Mit einem Umsatzwachstum von 19,7% (bereinigt um Konsolidierungseffekte: 13,6%) und einer EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von 51,2% im ersten Halbjahr 2019 bekräftigt der Konzern die im Geschäftsbericht 2018 kommunizierten Konzern-Ziele: Umsatzwachstum zwischen 15,0% und 17,0%, EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit zwischen 52,0% und 54,0%.

Die Umsätze bei IS24 stiegen im Berichtszeitraum um 8,2% auf 132,3 Millionen Euro (H1 2018: 122,3 Millionen Euro). Bereinigt um Konsolidierungseffekte betrug das Umsatzwachstum 9,1%. Es liegt damit im Rahmen der Prognose für das Gesamtjahr 2019 (Umsatzwachstum zwischen 8,0% und 10,0% bzw. bereinigt zwischen 9,0% und 11,0%). Treiber dieser Entwicklung waren die Umsatzlinien Business-Immobilien Partner und Residential-Immobilien Partner.

Ausschlaggebend dafür waren eine bessere Monetarisierung der bestehenden Vertragskunden-Basis und eine weitere Zunahme der Residential- und Business-Immobilien Partner sowie der jeweiligen Erlöse je Kunde („ARPU“) gegenüber dem Vorjahr. Segment-EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,9% auf 90,2 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit lag bei 68,2% (H1 2018: 68,3%, bereinigt: 68,7%).

Im ersten Halbjahr 2019 stiegen die Umsätze von AS24 um 15,5% auf 91,5 Millionen Euro (H1 2018: 79,2 Millionen Euro). Bereinigt um Konsolidierungseffekte betrug das Umsatzwachstum 20,0%. Die Umsatzentwicklung liegt damit weiter über den Erwartungen für das Gesamtjahr. Dies ist vor allem auf einen substanziell höheren ARPU mit Händlerkunden, sowohl in Deutschland als auch in den anderen europäischen Kernmärkten Belgien, Luxemburg, Niederlande, Italien und Österreich, zurückzuführen. Beide Umsatzlinien profitierten von einer besseren Monetarisierung der Kundenbasis und dem Erfolg der MIA-Produktpalette.

Während sich die Anzahl der Händlerpartner in Deutschland im ersten Quartal 2019 noch rückläufig entwickelte, zeichnete sich im zweiten Quartal 2019 eine Stabilisierung der Händlerzahlen ab. Mit dem vollständigen Abschluss der Optimierung der Kundenbasis wird unverändert bis zum Ende des Jahres 2019 gerechnet. Die Zahl der Händlerpartner in den europäischen Kernmärkten blieb im Vergleich zum Ende des ersten Halbjahres 2018 weitgehend stabil. Entsprechend deutlich verbesserten sich das EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit um 31,2% auf 51,2 Millionen Euro und die EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit auf 56,0% (H1 2018: 39,1 Millionen Euro, 49,3%).

Zum Halbjahr kletterten die Umsätze bei CS um 55,1% auf 76,9 Millionen Euro (H1 2018: 49,5 Millionen Euro). Wesentlich zu dem Anstieg beigetragen hat die Übernahme und anschließende Konsolidierung von FINANZCHECK.de, die sich in den Umsätzen mit Finanzierungspartnern niederschlägt. Das bereinigte Umsatzwachstum, d.h. als wäre FINANZCHECK.de bereits seit 1. Januar 2018 Teil der Scout24-Gruppe gewesen, lag im ersten Halbjahr 2019 bei 14,6%. Auch die Umsätze aus Dienstleistungen trugen insbesondere dank des anhaltenden Erfolgs der Premium-Mitgliedschaft zu der positiven Entwicklung bei, während die Display-Umsätze mit Dritten ein solides Wachstum zeigten.

Das EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit des Segments lag mit 16,6 Millionen Euro aufgrund des negativen Beitrags von FINANZCHECK.de wie avisiert unter dem Vorjahresniveau (H1 2018: 19,9 Millionen Euro). Die EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2019 bei 21,6% (H1 2018: 40,2%, bereinigt 26,3%). Angekurbelt durch die im ersten Quartal 2019 getätigten branchenüblichen Marketingaufwendungen nahm die Marge im Jahresverlauf deutlich zu und lag im zweiten Quartal 2019 bereits bei 29,8% (Q1 2019: 13,3%).

Scout24 ist angesichts der guten Entwicklung im ersten Halbjahr auf einem guten Weg, die für das Geschäftsjahr 2019 kommunizierten Ziele zu erreichen. Der Vorstand erwartet, dass die Wachstumsdynamik im zweiten Halbjahr 2019 anhält und die Konzernumsätze im Geschäftsjahr 2019 zwischen 15,0% und 17,0% zulegen. Um Konsolidierungseffekte bereinigt wird sich die Wachstumsrate im niedrigen bis mittleren Zehnerprozentbereich bewegen. Aufgrund weiterer Investitionen in das Wachstum der FINANZCHECK.de wird eine EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit zwischen 52,0% und 54,0% erwartet. Bereinigt um Konsolidierungseffekte entspricht dies einem Anstieg der Marge um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz.

Für IS24 wird im Gesamtjahr ein um Konsolidierungseffekte bereinigtes Umsatzwachstum zwischen 9,0% und 11,0% und ein nicht bereinigtes Umsatzwachstum von voraussichtlich 8,0% bis 10,0% erwartet. Das EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit soll aufgrund unterproportionalen Kostenwachstums eine leicht höhere Wachstumsrate erreichen. Die EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit für das Gesamtjahr 2019 sollte somit auf bis zu 70,0% ansteigen. Die Umsätze von AS24 sollten um 12,0% bis 14,0% zulegen. Dies entspricht einem nicht bereinigten Umsatzwachstum von 9,0% bis 11,0%.

Aufgrund des operativen Leverage geht der Vorstand davon aus, dass das EBITDA aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit ein höheres Wachstum im Vergleich zum Umsatz ausweist. Somit sollte die EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit auf bis zu 54,0% ansteigen. Die bereinigten Umsätze bei Consumer Services dürften im Gesamtjahr zwischen 15,0% und 17,0% zulegen. Dies entspricht einem nicht bereinigten Umsatzwachstum im Bereich hoher 30,0% bis niedriger 40,0%. Die EBITDA-Marge aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit wird trotz eines wie avisiert negativen Beitrags der FINANZCHECK.de bis zu 30,0% betragen.




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