Pekings neue Rolle an den Finanzmärkten

Nachdem chinesische „A-Aktien“ kürzlich in den MSCI Emerging Market Index sowie in den MSCI Asia Pacific Index aufgenommen worden sind, ist eine sorgfältige Analyse wichtiger denn je, denn Chinas rasantes Wirtschaftswachstum hat die Corporate Governance-Strukturen im Land geprägt.

Janus Henderson Investors veröffentlicht heute den ersten von acht Teilen einer Artikelserie zum Thema Geldanlage in China: Signals and Smokescreens. Die Grundlage hierfür bilden umfangreiche Recherchen. Die Artikelserie vermittelt eine Momentaufnahme, wie Chinas rasantes Wirtschaftswachstum die Corporate Governance-Strukturen im Land geprägt und zur Entstehung spezifischer, oft unverstandener Risiken für Anleger beigetragen hat.

Corporate-Governance wichtiger denn je

Nachdem chinesische „A-Aktien“ kürzlich in den MSCI Emerging Market Index sowie in den MSCI Asia Pacific Index aufgenommen worden sind, ist eine sorgfältige Analyse wichtiger denn je. Zahlreiche China-Aktien haben im zurückliegenden Jahrzehnt eine sehr gute Performance gezeigt, doch für Schlagzeilen sorgten auch eine Reihe von Fällen, in denen die Kurse steil abstürzten. Nicht selten waren Corporate Governance-Probleme die Gründe dafür. Internationale Anleger sollten Investmentgelegenheiten daher stets im besonderen Kontext des chinesischen Markts bewerten.

Für die Artikelserie stützt sich Janus Henderson auf seine jahrzehntelange Erfahrung mit chinesischen und asiatischen Aktien. Analysiert werden Unternehmen, die in der Vergangenheit finanzielle Stressphasen durchlebt haben. In Abhängigkeit davon, ob ihr Aktienkurs daraufhin kollabierte oder sich wieder stabilisierte, wurde eine Reihe von Signalen und gemeinsamen Merkmalen ermittelt und mit roten und grünen Ampelsymbolen gekennzeichnet. Diese sollen künftig dabei helfen, chinaspezifische Risiken zu erkennen und abzuschätzen, ob ein Unternehmen für etwaige Krisen gerüstet ist.

Chinas Bedeutung für die Kapitalmärkte wächst

In China gibt es echte Perlen, doch um sie zu entdecken, bedarf es sorgfältiger Analysen. Chinas Eintritt in die globalen Finanzmärkte war folgenschwer, und das Land wird auf dieser Bühne in den nächsten Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen. Zwischen China und dem Rest der Welt bestehen jedoch deutliche Unterschiede in der Art und Weise der Unternehmensführung. Das betrifft insbesondere Vorstandsstrukturen, Corporate Governance und das Verhältnis zwischen dem Management und den einzelnen Investoren. Indem wir unser Wissen teilen, möchten wir Anlegern weltweit ein besseres Verständnis der Besonderheiten der chinesischen Unternehmenskultur vermitteln. Vor allem sollten sie die Risiken besser verstehen, jenseits aller Kennzahlen.

In China ist das geschäftliche Umfeld noch jung, das hat natürlich Auswirkungen. An der Spitze wachstumsstarker, innovativer Unternehmen stehen oft die Gründer, die naturgemäß unglaublich fokussiert, motiviert und in ihren Entscheidungen unabhängig sind. Eine solche Situation geht meist mit eher schwachen Governance-Strukturen einher. Das Konzept starker Leitungs- und Aufsichtsgremien ist in China noch relativ neu, ebenso wie Audits durch externe Prüfer. Auch die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen sind verglichen etwa mit den USA noch vergleichsweise schwach entwickelt. Vor diesem Hintergrund bieten sich große Chancen, aber die Risiken sind ebenfalls groß – das sollten Anleger wissen.

Die Studie, deren Ergebnisse nun in einer Artikelserie präsentiert werden, stützt sich in erster Linie auf Erkenntnisse der Janus Henderson-Fondsmanager über Asien-Aktien. Im ersten Teil der Serie (Titel: „Financial Ratios“) wird erläutert, wie wichtig es ist, die Jahres- und Halbjahresabschlüsse von Unternehmen im Kontext zu analysieren und ihre Stichhaltigkeit durch Abgleich mit anderen Informationen zu überprüfen. Dies gilt insbesondere angesichts des raschen Wachstums vieler Unternehmen, die an Chinas Börsen notiert sind. Der zweite Teil der Artikelserie („Board Oversight“) beschäftigt sich mit wichtigen Indikatoren, anhand derer Anleger die wahren Absichten der Mehrheitsaktionäre eines Unternehmens besser beurteilen können.




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