Teilen und verdienen

Was ist die Shareconomy? Was bedeutet das für die Unternehmen? Was wünschen sich die Nutzer? Welche Faktoren bestimmen über den Erfolg? Wie sehen die Prognosen aus? Eine Analyse aus verschiedenen Blickwinkeln

Die Zeit, in der jeder allein vor sich hin konsumiert ist vorbei. Gebrauchs- und Investitionsgüter werden heute gemeinsam gekauft, genutzt und verliehen. Vorbei auch die Zeit, in der jeder individuell tägliche benötigte Gegenstände und Güter nur für sich beansprucht. Teilen liegt voll im Trend! Die sogenannte „Shareconomy“ oder auch „Share Economy“, „kollaborativer Konsum“ oder „Sharing Economy“ stellt ökologische und ökonomische Gründe in den Mittelpunkt. Eine PwC-Studie belegt, dass die Mehrheit der Deutschen (70 Prozent) das Prinzip des Teilens und Vermietens von Gütern für sinnvoll und erstrebenswert hält. Durch gemeinsamen Konsum und Teilen lassen sich Kosten sparen, Ressourcen schonen, lokale Gemeinden stärken und die Selbstbestimmung der Verbraucher erhöhen. Und letztlich profitiert auch die Volkswirtschaft davon.

Kein neuer Gedanke

Der Grundgedanke der Shareconomy ist nicht neu. Menschen aus unterschiedlichen Gruppen, beispielsweise Dorf- oder Wohngemeinschaften, Wohnheime, Kommunen oder Kibbuze, nutzen seit Jahrtausenden Gebrauchsgüter wie Werkzeuge gemeinschaftlich. Im vergangenen Jahrzehnt hat das private gemeinsame Nutzen, Tauschen und Verleihen deutlich zugenommen. Ein Grund dafür ist, dass die Weltbevölkerung stetig wächst. Eines der ältesten Beispiele für die Shareconomy ist der 1958 gegründete Maschinenring. Betriebe aus der Land- und Forstwirtschaft schließen sich zusammen, um Maschinen gemeinsam zu nutzen, bei Überkapazitäten zu vermitteln und gleichzeitig den Solidaritätsgedanken bei den Mitgliedern zu verbessern. Je nach Land sind bis zu 50 Prozent aller Landwirte über Maschinenringe organisiert.

Abhängig von Produkt und Branche lassen sich unterschiedliche Entwicklungsstadien der Shareconomy beobachten: DVDs oder Bücher zu vermieten oder zu verleihen, ist seit Jahren ein alltäglicher Vorgang. Private Kredite über Crowdfunding einzusammeln oder Arbeit über Online-Plattformen zu vermitteln, ist bisher eher ein Nischenangebot. Die private Vermittlung von Übernachtungen oder das gemeinsame Nutzen von Autos haben bereits den Durchbruch geschafft.




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