Top-Thema Nachhaltigkeit: Bringen Sie sich jetzt auf den aktuellen Stand

Claudia Hendel, yourcomp

Ab dem kommenden Jahr wird das Thema Nachhaltigkeit zum zentralen Begriff in der Finanzbranche. Sowohl im Asset Management als auch und ganz besonders in der Finanzberatung geht dann nichts mehr ohne die Einbeziehung von ESG-Kriterien. In zwei Webinaren bringt der Münchener Fort- und Weiterbildungsanbieter yourcomp Berater und Vermittler sowie Vermögensverwalter auf den aktuellen rechtlichen Stand.

Nachhaltigkeit ist auch in der Finanzbranche mittlerweile mehr als nur ein Slogan. Das hat verschiedene Gründe: Zum Einen hat sich in den letzten Jahren die Nachfrage nach „nachhaltigen“ Investitionszielen deutlich erhöht. So haben sich zwischen 2014 und 2019 die Assets in dieser Produktgruppe um ca. 150 % und der Marktanteil um ca. 100 % gesteigert. Mit knapp 5 % Anteil am gesamten Investmentmarkt dürfte hier aber noch Luft nach oben sein.

Aktionsplan der EU-Kommission

Flankiert wird dies neben der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung auch durch aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen. Die EU-Kommission hat etwa am 8. März 2018 einen Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzwesen vorgelegt. Hintergrund hierfür war das Pariser Klimaschutzübereinkommen und die UN-Agenda 2030.

Merkblatt der Bafin

Die Bafin hat Ende 2019 ein Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken veröffentlicht und erwartet, dass sich die betroffenen Unternehmen mit den entsprechenden Risiken in ihrer Geschäftsstrategie und im Risikomanagement auseinandersetzen. Dabei wird die recht heterogene Gruppe von Nachhaltigkeitsgesichtspunkten nach der UN-Definition herangezogen. Dazu gehören nicht nur typische Umwelt-und Klimaziele, sondern auch allgemeinere Ziele wie Gleichheit, Frieden und die Qualität der Ausbildung.

„Die BaFin erwartet damit bereits heute eine konkrete, unternehmensbezogene Befassung mit dem Thema Nachhaltigkeit“, sagt Christian Hackenberg, Fachanwalt für Bank-und Kapitalmarktrecht und Partner der Kanzlei drrp Rechtsanwälte in München.

Offenlegungsverordnung der EU

Noch weiter gehen insoweit die Offenlegungsverordnung der EU, die im März 2021 in Kraft tritt, und die EU-Taxonomieverordnung. Erstere richtet sich an die Finanzmarktteilnehmer undFinanzberater, die mehr als drei Mitarbeiter beschäftigen. Finanzmarktteilnehmer sind alle regulierten Unternehmen, die entweder Portfolioverwaltung oder kollektive Vermögensverwaltung (also die Verwaltung von Fondsvermögen) erbringen oder ein Versicherungsanlageprodukt anbieten. Mit den Finanzberatern werden dann alle weiteren regulierten Unternehmen erfasst, die Anlageberatung oder Versicherungsberatung für ein Versicherungsanlageprodukt leisten.

Wo überall Nachhaltigkeitsaspekte zu berücksichtigen sind

Die Vorgaben verpflichten die Unternehmen, im Rahmen ihres Risikomanagements Nachhaltigkeitsaspekte zu berücksichtigen. Eine genaue Regelung, wie ein solchesRisikomanagement auszusehen hat, fehlt aber auch hier, so dass sich die Unternehmen individuell um Lösungen bemühen müssen. Vorgegeben wird hingegen, welche Informationen im Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken auf der Internetseiteund vor Erbringung von Dienstleistungen gegenüber jedem Kundenzu veröffentlichen sind, insbesondere die Nachhaltigkeitsrisiken im Rahmen von Investitionsentscheidungsprozessen. Ziel ist es, dass Kunden nachvollziehen können, inwieweit Nachhaltigkeitsaspekte im Rahmen von Dienstleistungen und Produkten einbezogen werden.

EU-Kommission setzt Leitplanken

Die EU-Kommission setzt künftig maßgebliche Leitplanken. Der Teufel steckt aber wie fast immer in den operativen Details.Mit technischen Evaluierungskriterien werden wirtschaftliche Aktivitäten dahingehend gemessen, inwieweit sie zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel positiv beitragen, oder ob sie negative Auswirkungen haben. Diese Kriterien müssen nun vervollständigt werden. „Marktteilnehmer stehen dabei vor der Herausforderung, dass die Taxonomie am Ende bipolarist – entweder ist eine Aktivität grün oder nicht grün“, sagt Hackenberg. „Es gibt aber keine Skala, die stärker differenziert. Die Marktteilnehmer müssen sich daher entscheiden, welchen Weg sie gehen und wie sie Nachhaltigkeitsaspekte operativ messbar machen.“

Höchste Zeit, sich mit dem Thema zu befassen

Aufgrund der Neuerungen, deren Anwendung nicht mehr lange auf sich warten lässt, ist es höchste Zeit, sich mit diesem komplexen Thema zu befassen. Das hat auch yourcomp, der Münchner Anbieter  von Fortbildungen für Finanzdienstleister, erkannt und eine Webinar-Reihe zu diesem Thema ins Programm genommen. „Unsere Referenten stellen in zwei Webinaren die rechtlichen Rahmenbedingungen dar und zeigen Wege zu einem effektiven ESG-Risikomanagement auf“, sagt Claudia Hendel, Geschäftsführerin von yourcomp.

Die beiden Webinare finden am 16. Oktoberund 2. November 2020 statt. Sie sind einzeln unter dem Titel „Nachhaltigkeit in der Unternehmens- und Produktstrategie: Was es zu bedenken gilt“ und unter „Sustainable Finance: Grundlagen für nachhaltige Investments“ buchbar. Oder auch im Paket über diesen Link können Sie von den Cash.-Sonderkonditionen profitieren.




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