Unberechtigte Ablehnung

Robo Advisors sind kostengünstig und transparent und treffen dennoch auf Ablehnung. Die Vorurteile sind unbegründet und verbauen die Chance auf eine effiziente und erschwingliche Anlageberatung.

Robo Advisors gelten als einfach, kostengünstig und transparent. Trotzdem ist die Skepsis bei vielen Anlegern groß. Die meisten Vorurteile sind jedoch unbegründet und Robo Advisors sind wertvolle Partner im Wertpapiergeschäft. Aus dem Misstrauen gegenüber der vollautomatisierten Form der Geldanlage entstehen Vorurteile. Fünf dieser Vorurteile sollen im Folgenden widerlegt werden. Das erste Vorurteil ist, dass Robo Advisors den klassischen Berater nicht ersetzen können und keine situationsspezifische und individualisierte Beratung möglich ist. Robo Advisors nutzen verschiedene Ansätze, um ihren Kunden das bestmögliche Portfolio vorzuschlagen, nicht nur hinsichtlich der Produktqualität, sondern auch abgestimmt auf die persönlichen Bedürfnisse. Welche Anlagestrategie am besten zu welchem Anleger passt, hängt im Wesentlichen von der Anlagedauer, der individuellen Risikobereitschaft und der Risikotragfähigkeit ab. Im Rahmen eines freiwilligen Risikobereitschaftstests fragen Robo Advisors wichtige Charakteristiken des Kunden ab: Wie wohl oder unwohl fühlt sich der Kunde bei Verlustszenarien? Wie viel freies Vermögen ist vorhanden? Sind zu wenig freie Mittel vorhanden, würde eine risikobehaftete Anlage nicht empfohlen. Während Anleger den Risikobereitschaftstest nicht zwingend ablegen müssen, ist der zweite Schritt, die Angemessenheitsprüfung, vom Gesetzgeber vorgegeben. So soll sichergestellt werden, dass sich die vom Anleger gewählte Portfoliostrategie mit seinen Kapitalanlage- Kenntnissen deckt. Sollten sich nach der Angemessenheitsprüfung Unstimmigkeiten ergeben, ist es die Aufgabe des Robo Advisors, den Kunden aufzuklären.

Permanente Bewertung des Portfolios

Um eine situationsspezifische und individualisierte Beratung zu ermöglichen, ist neben der Abstimmung auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse auch eine kontinuierliche Optimierung des Portfolios nötig. Dafür sorgt das jährliche Rebalancing, mit dem das vorgegebene Risikoniveau wieder hergestellt wird. Aus 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen können nach einigen guten Monaten am Aktienmarkt durchaus 55 Prozent Aktien und 45 Prozent Anleihen werden. Die Zusammensetzung des Depots entspricht dann nicht mehr dem ursprünglich vom Anleger angestrebten Risikoniveau. Zum anderen hat der „Best in Class“-Ansatz das Ziel, dass das Vermögen der Kunden in den besten Fonds der jeweiligen Anlageklassen investiert ist. Welche Fonds die besten ihrer Anlageklasse sind, kann sich ändern. Zum Beispiel, wenn ein Fondsanbieter die Preise erhöht, wenn ein ETF von thesaurierend auf ausschüttend wechselt oder wenn der ETF plötzlich einen anderen Index abbildet. Daher prüft das Team eines guten Robo Advisors die Fonds permanent und schlägt den Kunden gegebenenfalls den Austausch eines Fonds im Portfolio vor.




Nachricht an die Redaktion

Hier können Sie uns einen Kommentar zu dem Artikel zukommen lassen.
Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

]

Bei unseren Lesern momentan beliebt