Volatile Märkte nutzen

UCITS-Fonds machen alternative Strategien auch Privatanlegern zugänglich

Wenn Anleger in diesen Zeiten in ihr Wertpapierdepot sehen, stellen sie oft erstaunt erhebliche Kursschwankungen fest. Schauen sie dann auf die Aktien- oder festverzinslichen Anlagen, dann weicht häufig das Erstaunen einer Nervosität oder Verunsicherung. Nun sind Schwankungen an den Märkten keineswegs eine Erfindung der letzten Jahre, diese Bewegungen hat es schon immer gegeben. Wir stellen jedoch gerade nach 2008 eine deutliche Häufung von Marktereignissen fest, die die Aktien- und Zinsmärkte erheblich durcheinander wirbeln. Gerade das Jahr 2016 hat sehr bewegt begonnen und uns enorme Schwankungen beschert. Die Politik der Notenbanken ist hierbei mittlerweile ein dominierender Faktor, aber denken Sie auch an den Ölpreis oder die Entwicklung von Bankaktien. Wie nun aber als Anleger damit umgehen?

Alternative Anlagen gleichen Schwächen aus

Oft können Strategien unter dem Oberbegriff „alternative Anlagen“ eine Lösung sein; unter diesem Titel gehen Fonds anders an Aktien oder Renten heran, setzen gezielt auch Derivate ein und gleichen so oft die Schwächen traditioneller Strategien aus. Ein Beispiel dafür sind sicher sogenannte Long/Short-Aktienstrategien, die nach einer klaren Philosophie die besten Aktien in ihrem Spektrum erwerben – Ähnlich einem normalen Aktienfonds. Gleichzeitig identifizieren sie aber auch sehr schwache Aktien – Titel, von denen keine hohe Rendite zu erwarten ist. Diese Aktien werden in der gleichen Strategie verkauft, um sie später zu einem niedrigeren Preis zurückzukaufen. Kombiniert man diese beiden Strategien – den Kauf vermeintlich herausragender Aktien und den Verkauf vermeintlich schlechter Werte – , haben wir eine Strategie, welche die Differenz zwischen sehr guten und schlechten Aktien als Ergebnis liefert. Vorteil eines solchen Vorgehens ist zum einen eine gewisse Unabhängigkeit von den Märkten, denn Schwankungen am Aktienmarkt spielen eine untergeordnete Rolle. Weiterhin liefert eine solche Strategie eine konstante Rendite, die ebenfalls nicht von den Märkten abhängig ist.

Derartige Strategien gibt es nun nicht nur auf Aktien, ähnliche Ansätze werden auch im festverzinslichen Bereich sowie bei Währungen verfolgt. Das Prinzip bleibt dabei immer gleich: Gute Werte werden gekauft, schlechte verkauft (um sie später günstiger wieder zu kaufen), die Differenz ist die erwirtschaftete marktunabhängige Rendite der Anlage. Laufende Renditen von fünf bis neun Prozent pro Jahr sind dabei keine Seltenheit.

Alternative Investmentrategien gehen aber auch noch deutlich andere Wege. So setzen einzelne Strategien auf Fusionen und .bernahmen sowie die Kursentwicklung von Aktien in einem derartigen Umfeld (zum Beispiel Merger-Arbitrage- und Special- Situations-Strategien). Oder sie fokussieren sich beispielsweise auf die Entwicklung von Währungen und Wirtschaftsräumen zueinander (Global-Macro-Strategien). Es gibt inzwischen eine Fülle unterschiedlichster Ans.tze im Bereich alternativer Anlagen. In den letzten Jahrzehnten hat sich ein fast unüberschaubarer Markt für solche Ansätze entwickelt.




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