Volatilität schafft Rendite

Die Anleiherenditen sind am Boden. Aus Sicht der Anleger ist die Niedrigzinsphase längt keine Phase mehr, sie ist der Normalzustand. Mit Renten lässt sich kaum mehr etwas verdienen. Dieser Zustand dürfte Investoren noch lange begleiten und stellt sie vor große Herausforderungen. „In einer solchen Situation kann Volatilität als alternative Anlageklasse Abhilfe schaffen“, unterstreicht Alexander Raviol, Head of Portfoliomanagement Alternative Solutions, von Lupus Alpha.

Hierzu erklärt der Experte die eigentlichen Kennzeichen von Volatilität: „Eine zentrale Funktion der Finanzmärkte ist der Transfer von Risiken. Die systematische Entschädigung für die Übernahme bestimmter Risiken nennt man Risikoprämien. Die klassischste aller Risikoprämien ist die Entschädigung für das Eingehen unternehmerischen Risikos, beispielsweise in Form eines Aktienkaufs. Der Aktieninvestor gibt dem Unternehmen Eigenkapital und beteiligt sich so an den Chancen, aber auch an den Risiken des jeweiligen Geschäftsmodells.“ Ähnlich wie der Aktienkäufer erhielte auch der Käufer von Volatilität eine Entschädigung für das Eingehen die Übernahme von unternehmerischen Risiken. „Diese Risikoprämie Volatilität ist handelbar und kann langfristig nachhaltige Renditebeiträge liefern. Ein Käufer von Volatilität möchte sich gegen das Risiko starker Wertschwankungen zum Beispiel eines Aktienindexes oder einer Aktie in einer bestimmten Anlageperiode absichern.“

Zum Ansatz des Fonds sagt Raviol: „Der Lupus Alpha Volatility Risk-Premium nutzt eine reine Short-Volatilitätsstrategie, um die Risikoprämie Volatilität zu vereinnahmen. Ziel ist es dabei, Investoren eine alternative Renditequelle zu erschließen – und das weitestgehend unabhängig von der Entwicklung der Aktienoder Rentenmärkten.“ Grundidee des Fonds sei der systematische Verkauf der künftigen Volatilität. Hierbei würden kurzlaufende börsengehandelte Aktienindex-Optionen verkauft, um die Volatilitätsrisikoprämie zu vereinnahmen. „Dabei gibt es zwei Arten von Volatilität: die zukünftige Volatilität, die der Markt erwartet (implizite Volatilität), und die tatsächlich am Markt zu eingetretene Volatilität (realisierte Volatilität). Für den Fonds gilt dabei: Der Gewinn liegt im Verkauf. Die erzielte Performance ist danach umso höher, je größer der Abstand (Spread) zwischen der verkauften (erwarteten) Volatilität und der tatsächlich realisierten Volatilität ist. Je größer dieser Abstand, desto höher die Performance.“ Laut Raviol ist die Strategie des Fonds weitgehend marktneutral: „Weder steigende noch fallende Aktien- und Rentenmärkte sind für die Erreichung der Ziele notwendig. Relevant für die Fondsrendite ist die Differenz zwischen impliziter und realisierter Volatilität.“ Sei dieser Abstand positiv, ist auch die Risikoprämie positiv, die der Fonds als Vola-Verkäufer vereinnahmen könne.

Lediglich in Stressphase an den Kapitalmärkten käme es vorübergehend zu Verlusten. „Kommt es jedoch zu starken Kursverlusten an den Aktienmärkten, liegt einer der Vorteile der Vola-Strategie von Lupus Alpha in der relativ schnellen und von den Aktien unabhängigen Erholungsphase“, bestätigt Raviol. Die Vorteile der Strategie fasst Raviol zusammen: „In ‚normalen‘ Marktphasen konnte bislang eine deutlich positive Performance durch die Vereinnahmung der Risikoprämie Volatilität erzielt werden. In Krisenphasen fallen die Verluste im Vergleich zu vielen anderen Assetklassen in der Regel geringer aus. Gleichzeitig zeichnet sich der Lupus Alpha Volatility Risk- Premium sich durch deutlich schnellere Erholungsphasen aus. Dadurch kann eine Beimischung des Lupus Alpha Volatility Risk Premium zur Reduktion von Drawdowns und Renditeerhöhung in risikobehafteten Portfolios beitragen.“ Die durchschnittliche Volatilität läge seit Ende August 2015 bei 9,03 Prozent, der maximale Drawdown bei minus 4,22 Prozent. Insgesamt erzielt der Lupus Alpha Volatility Risk-Premium seit seiner Auflegung eine Sharpe Ratio von plus 0,69“, unterstreicht Raviol. (DE000A1J9DU7)




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