Weitere Millionen für den digitalen Batterie-Zwilling

Dr. Stephan Rohr und Michael Baumann, Gründer des Münchener Startup TWAICE

Nur knapp neun Monate nach der offiziellen Firmengründung erhält das Münchener Startup TWAICE weitere gut zwei Millionen Euro Finanzmittel. Das Geld stellt der Berliner VC-Finanzierer Cherry Ventures unter Beteiligung der Bestandsinvestoren UVC Partners und Speedinvest bereit. Mit dieser erweiterten Seed-Finanzierung wird TWAICE seine rasante Auftrags- und Geschäftsentwicklung sichern und weiter ausbauen.

Hintergrund ist die deutlich beschleunigte Elektrostrategie vieler Kunden. Auch entdecken immer mehr Unternehmen aus dem Automotive-Bereich die Software von TWAICE. Mit ihr kann die Nutzung von Lithium-Ionen-Batterien verbessert und die Lebensdauer verlängert werden. In den vergangenen Monaten zeigte TWAICE im Rahmen unterschiedlicher Kundenprojekte, welche Mehrwerte die Technologie schaffen kann. Die Vorteile ziehen sich entlang der Wertschöpfungskette und unterstützen unterschiedliche Industrien.

Die Kunden erhalten mit der TWAICE-Software genauere Kenntnisse über die Abläufe in den Batterien während des Gebrauchs. Dies hilft Herstellern bei der Validierung ihrer komplexen Batteriesysteme. Auf diese Weise können aber auch zum Beispiel die Betreiber elektrischer Fahrzeugflotten ihre Betriebskosten durch Predictive Maintenance senken und eine Lebensdauerverlängerung um bis zu 25 Prozent erreichen.

Die Software wird inzwischen in Lastwagen, Autos und stationären Stromspeichern eingesetzt. Auch in kleineren Anwendungen wie Elektrowerkzeuge hat sie bereits überzeugt. Dieses Spektrum dürfte sich in den kommenden Jahren kräftig erweitern, analog zur Marktdurchdringung der gesamten Industrie mit Elektroantrieben.

Mit den neuen Finanzmitteln wird TWAICE nun auf Grundlage der guten Anwendungserfahrungen weiterwachsen. Geplant ist ein kräftiger Personalaufbau, um das aktuelle und erwartete Auftragsvolumen rasch umsetzen zu können. Die TWAICE-Software erstellt einen digitalen Zwilling von Akkusystemen. Über ihn lassen sich in Echtzeit exakte Analysen und Voraussagen zum „Gesundheitszustand“ jedes Energiespeichers treffen.

Durch die Nutzung von Sensordaten, physikalischen und datengetriebenen Batteriemodellen schließt TWAICE nicht nur den Kreis zwischen Produktentwicklung und – anwendung. Es eröffnet auch neue Möglichkeiten wie die vorausschauende Wartung und Gewährleistungsverlängerung. Drohende Zwischenfälle bis hin zu Betriebsausfällen können rechtzeitig erkannt und verhindert werden.

Die Gründer Dr. Stephan Rohr und Michael Baumann äußern sich erfreut über die weitere Finanzierungsrunde: „Das unglaublich starke Kundeninteresse und die Erweiterung unseres Teams haben innerhalb von nur sechs Monaten zu einer zügigen Professionalisierung geführt“. Im Herbst 2018 hatte TWAICE in einer ersten Runde bereits 1,2 Millionen Euro Funding von UVC Partners und Speedinvest eingesammelt.




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