Wer das Risiko scheut, wird die Schweiz lieben

Investitionen in den defensiven Schweizer Aktienmarkt versprechen aufgrund der robusten Schweizer Wirtschaft vor allem Sicherheit.

Der Schweizer Aktienmarkt ist besonders interessant für Investoren, die den überwiegend defensiven Charakter der eidgenössischen Dividendenpapiere zu schätzen wissen. Er besteht aus knapp zwanzig global tätigen, erfolgreichen Großkonzernen, die über 80 Prozent der Marktkapitalisierung auf sich vereinen, und aus rund 180 mittleren und kleineren Firmen. Diese haben in vielen Fällen in ihrer Marktnische eine führende Stellung. Und dies in einem Umfeld, welches dank der stabilen wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen als optimal für ein solides und langfristiges Aktienengagement bezeichnet werden darf.

Der defensive Charakter des Schweizer Aktienmarkts zeigte sich einmal mehr beim Brexit, welcher für größte Verwerfungen an den globalen Aktienmärkten sorgte. Zwar konnten sich weder SMI (Swiss-Market-Index) noch SPI (Swiss-Performance-Index) dem Abwärtssog entziehen, doch im Vergleich zu den Index-Schwergewichten in Deutschland, in Japan oder in den USA beispielsweise war der Tagesverlust beim SPI von 3,3 Prozent moderat und exemplarisch für die Erwartung an den Schweizer Aktienmarkt.

Stetige Auszahlung ist Teil der Unternehmenskultur

Auch die Ausschüttung von Dividenden ist charakteristisch für Schweizer Aktien. Die stetige Auszahlung ist bei den meisten börsennotierten Firmen Teil der Unternehmenskultur. Die Dividendenrendite bewegt sich in diesem Jahr zwischen drei und vier Prozent, ein attraktiver Aspekt Schweizer Aktien, insbesondere auf lange Sicht.

Das Kursniveau des Schweizer Aktienmarkts ist Stand Mitte Juli 2016 relativ teuer, aber im historischen Kontext und vor allem bei Betrachtung des Zinsniveaus absolut angemessen. Im Laufe des Junis kam es in der Schweiz erstmalig dazu, dass die gesamte Zinskurve der bis zu 50-jährigen Staatsanleihen im negativen Bereich lag. Diese Entwicklung vergrößerte den Anlagenotstand noch einmal enorm. Denn Erträge sind mit sicheren Anleihen nicht mehr möglich, für Investoren aber zwingend nötig – insbesondere für Versicherungen oder Pensionskassen. Dadurch sind Aktien verglichen mit Bundesobligationen nochmals attraktiver geworden, was sich in einer klar gestiegenen Risikoprämie von leicht über sechs Prozent ultimo Juni 2016 äußert.




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