Willkommen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz

Olivier de Berranger; Rolando Grandi

Juli 2019 – Stellen wir uns vor, wir seien bereits in der Welt des Jahres 2054 angelangt, die der US-amerikanische Science-Fiction-Autor Philip K. Dick in seinem Buch „Der Minderheiten-Bericht“ (The Minority Report) beschreibt: selbstfahrende Autos, voraussagende Algorithmen, Mensch-Maschine-Schnittstellen gehören zur Realität. Alle diese Entwicklungen, die zu tiefgreifenden Veränderungen führen, sind aber schon jetzt auf dem Weg. Erstmals in der Geschichte entwickelt sich die technische Realität schneller, als wir es uns vorstellen können. Willkommen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI), einer aufregenden technologischen Revolution, die genauso viele Hoffnungen wie Ängste schürt, aber mit Sicherheit niemanden unberührt lässt.

Von der Medizin bis zur Landwirtschaft, vom Auto bis zur Kunst: An Algorithmen führt kein Weg mehr vorbei. Sogar in die kreative Welt haben künstliche Intelligenzen mittlerweile Einzug gehalten (eine japanische Kommunikationsagentur etwa hat sich seinen Artdirector aus KI erschaffen), sie komponieren Musikstücke und schreiben Drehbücher. Die künftigen Einsatzmöglichkeiten von KI sind unendlich, und ihr unaufhaltsamer Aufschwung hat gerade erst begonnen. Wir werden weiter an diesem außergewöhnlichen Abenteuer teilnehmen, zwar mit Bedacht, aber auch mit einer guten Portion Optimismus.

Ungeachtet gewisser Befürchtungen, dass künstliche Intelligenz die Kontrolle über die Menschen übernehmen könnte, trägt sie in manchen Ländern schon maßgeblich zur medizinischen Versorgung bei. Vor allem in China, wo es Allgemeinmediziner, wie wir sie kennen, nicht gibt. Daher wenden sich Chinesen im Bedarfsfall direkt an eine Notaufnahme, vorzugsweise in einem der besten Krankenhäuser des Landes der Versorgungsstufe III. Das sind knapp 8 Prozent aller chinesischen Krankenhäuser, die aber 50 Prozent der Patienten behandeln. Daher ergeben sich durchschnittliche Wartezeiten von drei Stunden für eine Behandlung, die wiederum im Schnitt kaum mehr als acht Minuten dauert. Der Zugang zu medizinischer Versorgung wäre ohne weitreichende technologische Unterstützung eine nicht zu bewältigende Herausforderung in einem Land, in dem 4.800 Ärzte auf eine Million Einwohner kommen (verglichen mit 12.000 Ärzten in den USA).

Das chinesische Unternehmen Ping An Healthcare & Technology hat daher eine Anwendung für die Tele-Konsultation, „Good Doctor“, lanciert. Auf dieser medizinischen Dienstleistungsplattform werden zunächst mithilfe von KI sämtliche Patientendaten erfasst – angefangen bei der Identität bis hin zu den Symptomen –, um festzustellen was dem Patienten fehlt, bevor ein Arzt aus Fleisch und Blut übernimmt. Mit den 500.000 Konsultationen, die die Plattform täglich registriert, kann die KI sogar selbst Diagnosen stellen, die anschließend von einem menschlichen Arzt bestätigt werden. Danach können digitale Rezepte auf derselben Plattform ausgestellt werden, um mit einem Klick Medikamente für die Lieferung am gleichen Tag zu bestellen.

Jeden Monat haben mehr als 265 Millionen Nutzer Zugriff auf diese Lösung, die sich in die Entwicklung eines neuen Ökosystems eingliedert. Ping möchte mit Good Doctor in ein integriertes Angebot aus Krankenversicherung und Behandlungsleistungen für alle medizinischen Situationen schaffen. Die Telemedizin (E-Health) ist somit keine Fiktion mehr, sondern Realität in einem Land, das mit am massivsten in die künstliche Intelligenz investiert und das überquillt vor unternehmerischen Abenteuern, die die großen Erfolge von morgen begründen. Sie zu erkennen, ist eine spannende Angelegenheit in einer Welt, die sich im Eiltempo dreht und in der es wichtig ist, sich den einen oder anderen Vorsprung zu erarbeiten.

Für Investoren geht es darum, die Unternehmen zu identifizieren, die es uns schon heute ermöglichen, vom gewaltigen Wachstumspotenzial der neuen Märkte zu profitieren. Das ist die Richtlinie für den Echiquier Artificial Intelligence, dessen Fondsmanagement überall auf der Welt auf der Suche nach innovativen Projekten ist. Mit einer Jahresrendite von 11,3 Prozent seit seiner Auflegung am 20. Juni 2018 (verglichen mit 6,7 % für den Vergleichsindex MSCI WORLD NR EUR) und von 29,5 Prozent seit Jahresbeginn (im Vergleich zu 17,4% für den Index) wird der Fonds seiner Aufgabe als performancestarker Pionier mehr als gerecht.




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