Zürcher: Ganzheitlicher Umgang mit Veränderung

Hermann Wonnebauer, Vorsitzender des Vorstandes der Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG packt die Themen Vorsorge, Testamentsgestaltung und Stiftungsmodelle sowie die strategische Vermögensplanung in ihr Konzept „Next Generation“. Fondsmanagement und Rechtsberatung gehen dabei Hand in Hand.

Die Aufgabe einer Privatbank ist es, Vermögen anzulegen und zu vermehren. Grundlage der Strategie ist bei der Zürcher Kantonalbank Österreich AG immer eine langfristige Ausrichtung. Von diesem stabilen Ansatz profitieren auch etwa die eigenen Kinder oder Verwandten, die das Vermögen übernehmen sollen. Diesen Gedanken verfolgt auch die Investmentstrategie „Next Generation“, welche die Zürcher Kantonalbank Österreich AG 2014 ins Leben gerufen hat. Sie zielt darauf ab, für die nächste Generation vorzusorgen. Dabei macht sich die Zürcher Kantonalbank Österreich AG durch zielgerichtete Investments die Vorteile von Megatrends zunutze. Nach der Definition des Wissenschaftlers John Naisbitt handelt es sich dabei um Trends, die mindestens 25 Jahre anhalten, global sind und sich über alle Lebensbereiche erstrecken.

„Vier wesentliche Megatrends, die eine hohe Bedeutung für Gesellschaft und unternehmerische Tätigkeit der nächsten Jahrzehnte haben werden, sind Bevölkerungswachstum, steigende Lebenserwartung, wachsender Wohlstand und zunehmende Urbanisierung. Unternehmen, die Lösungen in diesen Bereichen anbieten, sind für uns überaus interessant“, unterstreicht Hermann Wonnebauer, Vorsitzender des Vorstandes der Zürcher Kantonalbank Österreich AG. „Wir investieren besonders gerne in sich überlagernde Trends wie etwa steigende Lebenserhaltung und wachsenden Wohlstand, weil wir darin die größten Investmentchancen sehen“, so Wonnebauer. Ein Beispiel für einen Megatrend aus dem Gesundheitsbereich sind die geänderten Lebensumstände und Ernährungsgewohnheiten in China, die mit Diabetes-Erkrankungen korrelieren. 190 Millionen Chinesen sind Diabetiker. Da nur die Hälfte über die Erkrankung Bescheid weiß und davon wiederum nur 50 Prozent behandelt werden, ist das Potential für Unternehmen, die etwa Messgeräte herstellen, enorm.

Die Investments in die Megatrends erfolgen in diesem Fall über einen Publikumsdachfonds, der wiederum in 20 Subfonds investiert. „Insgesamt umfasst der Dachfonds etwa 900 zukunftsträchtige Einzeltitel“, erklärt Gerald Schrei, Asset Manager bei der Zürcher Kantonalbank Österreich AG. „Vor der Auswahl analysieren wir, inwiefern Megatrends für unsere Anlagethemen relevant sind und nehmen eine dementsprechende Gewichtung vor.“ Potential bei Megatrends besteht keineswegs nur in aufstrebenden Schwellenländern im Bereich Infrastruktur. In der britischen Metropole London haben etwa nur 25 Prozent der Haushalte einen Wasserzähler, während der Rest mit einer Flat Rate abgegolten wird. Das Wasserleitungssystem ist also eindeutig verbesserungswürdig.

Rechtliche Vorsorge ist eine kontinuierliche Angelegenheit

Auch aus rechtlicher Sicht sollten die Finanzen immer frühzeitig geregelt sein, da Schicksalsschläge wie Krankheit, Unfälle oder der Tod nie auszuschließen sind. „Jeder sollte sich die Frage stellen, was passiert, wenn man selbst keine Entscheidungen mehr treffen kann. Es ist ratsam, laufend zu prüfen, ob die eigene Vorsorge und damit auch jene der Nachkommen auf dem aktuellen Stand ist“, sagt Eva Huber-Stockinger, Rechtsanwältin bei der Huber und Partner Rechtsanwälte GmbH. Es ist empfehlenswert, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, da beispielsweise gerade bei der Testamentsgestaltung der Teufel im Detail steckt und unzählige Formvorschriften zu beachten sind. Neben einem klar formulierten Testament sorgen auch eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung für klare Verhältnisse. Huber-Stockinger empfiehlt, einen Notfallordner mit den wichtigsten Dokumenten wie Testament, Unterlagen zu Bankkonten und Liegenschaften, und im Fall von Unternehmern gesellschaftsrechtliche Verträge und Beschlüsse sowie Patente, Marken und Muster, zu erstellen. Auch die Kontaktdaten der Ansprechpartner, Zugangscodes und Passwörter sind im Idealfall ersichtlich.

Zur Sicherung des Vermögens und zur Versorgung von Begünstigten werden häufig Privatstiftungen eingesetzt. Auch hier sind sehr viele Formvorschriften zu beachten. „Auch, wenn der Wille des Stifters eindeutig zu erkennen ist, sind Stiftungskonstrukte aufgrund von nicht eingehaltenen Formvorschriften manchmal zum Scheitern verurteilt“, warnt Eva Huber-Stockinger. Bei der Vermögensweitergabe ist außerdem unbedingt zu berücksichtigen, dass komplexe Nachlassverfahren mehrere Jahre lang dauern können. Daher sollte man idealerweise für sofort verfügbares Vermögen für Nachkommen sorgen, etwa durch Schenkungen, Lebensversicherungen oder gemeinsame Depots zu Lebzeiten.




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