Zweitmarkt: Immobilienfonds legen wieder deutlich zu

Torsten Filenius, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG

Im dritten Quartal 2020 haben sich die Vorzeichen am Zweitmarkt für geschlossene Fonds im Vergleich zu den Vormonaten umgekehrt: Während die Sonstigen Fonds deutliche Rückgänge in allen Bereichen verzeichnen, steigen Nominal- und Kaufpreisvolumen sowie der Durchschnittskurs bei Immobilienfonds stark an.

Das geht aus dem Marktbericht der Handelsplattform Deutsche Zweitmarkt AG für das Q3 hervor. Der durchschnittliche Handelskurs der Assetklasse Immobilien kann demnach gegenüber dem zweiten Quartal um mehr als 20 Prozentpunkte auf 91,13 Prozent des Nominalwerts zulegen.

Auch der Umsatzanteil der Immobilienfonds am Gesamtmarkt fällt im dritten Quartal demnach wieder etwas höher aus: Mit knapp 69 Prozent halten sie vor den Sonstigen Fonds (16 Prozent) und den Schiffsfonds (15 Prozent) wie gewohnt den größten Anteil am Zweitmarkthandel.

Das am Markt insgesamt gehandelte Nominalkapital steigt im Vergleich zum Vorquartal um 5,8 Prozent auf 68,27 Millionen Euro. Die Summe der Kaufpreise legt um 52,6 Prozent zu und beträgt 50,28 Millionen Euro. Der durchschnittliche Handelskurs über alle Anlageklassen liegt im dritten Quartal 2020 bei 73,66 Prozent. Insgesamt wurden 2.011 Beteiligungen gehandelt, ein Anstieg von 10 Prozent.

Reger Handel auch im Q4 erwartet

Nach den zu Beginn der Pandemie verzeichneten spürbaren Kursrückgängen im Bereich Immobilien – insbesondere bei Hotel- und Einkaufscenterfonds – habe sich die Anlageklasse im dritten Quartal 2020 stabilisiert und neuen Schwung aufnehmen können.

„Vor allem im August 2020 haben wir eine deutliche Zunahme an Kaufaufträgen im Bereich Immobilienfonds verzeichnet, die zu zahlreichen erfolgreichen Vermittlungen geführt haben,“ erläutert Torsten Filenius, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG. „Grundsätzlich bietet der Zweitmarkt auch bei Schiffen und Sonstigen Fonds weiterhin zahlreiche Möglichkeiten zum Kauf bzw. Verkauf einer Beteiligungen, so dass wir aktuell auch für die letzten drei Monate des Jahres von einem regen Handel ausgehen können,“ so Filenius weiter.




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