AKTIE IM FOKUS: Tesla-Talfahrt geht weiter – Analyst skeptisch zu den Margen

NEW YORK (dpa-AFX) – Anhaltend schlechte Nachrichten haben am Dienstag bei Tesla-Anlegern für neue Verstimmung gesorgt. Nach einem am Vortag angekündigten Konzernumbau hielt nun eine negativ ausgelegte Analystenstimme den Druck auf die Aktie hoch: Sie fiel an der Nasdaq um 2,6 Prozent auf 284,41 US-Dollar – und steuert so auf ihren vierten Verlusttag in Folge zu. In der Schweiz ging außerdem ein Elektroauto von Tesla bei einem Unfall in Flammen auf, was die Diskussion um die Sicherheit der Batterien wieder anheizte.

Weiter verschärft wurde die Talfahrt am Dienstag vor allem durch Kommentare von Adam Jonas von der US-Bank Morgan Stanley, der seine Schätzungen für den Elektroautobauer und damit auch das Kursziel deutlich von 376 auf 291 Dollar kappte. Er berief sich dabei vor allem auf die Margenperspektiven des Elektroautobauers. Am Markt kamen diese Schritte nicht gut an, auch wenn Jonas bei seiner neutralen Einschätzung der Aktie mit „Equal-weight“ blieb.

Am Vortag schon hatten die Anleger verstimmt darauf reagiert, dass Konzernchef Elon Musk eine „gründliche Neuorganisation“ seines Unternehmens vollziehen will. Laut Jonas bringt dies zwar langfristige Chancen mit sich, erhöht vorerst aber die Kosten und damit auch die Risiken. In den Tagen zuvor war bereits bekannt geworden, dass Produktionschef Doug Fields eine Auszeit nimmt und mit Matthew Schwall ein weiterer Manager zu der Roboterautofirma Waymo gewechselt ist.

Tesla, ursprünglich von Anlegern für seine Erfolge mit teuren Luxusautos gefeiert, kämpft schon länger mit Anlaufproblemen bei der Massenfertigung. Mit dem sogenannten Model 3 liegt der Konzern bereits ein halbes Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Ein Produktion von 5000 Fahrzeugen pro Woche soll nun bis Ende Juni erreicht werden. Tesla hat aber über 400 000 Bestellungen für den Wagen, dessen Produktion bereits im vergangenen Sommer startete, bislang aber nicht wie erhofft in Gang kam.

Gleiches gilt vor diesem Hintergrund für den Aktienkurs: Seit einem Rekordhoch im September 2017 bei knapp 390 Dollar ist die Luft bei den Tesla-Papieren raus, mehr als ein Viertel haben sie seitdem an Wert verloren. In den Jahren zuvor waren die Aktien zum Börsenstar avanciert: Wer im März 2013 noch für unter 40 Dollar einstieg, konnte seinen Wert in der Spitze in etwa verzehnfachen.


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