Aktien Asien: Überwiegend freundlich – Tiefroter August für die Börsen

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) – Die meisten Börsen in Asien haben am Freitag von wieder versöhnlicheren Tönen aus den USA und China profitiert. Allerdings gaben die Börsen auf dem chinesischen Festland und in Hongkong zuletzt ihre Gewinne ab. Zudem sieht es auf Monatssicht mau aus für die Aktienmärkte. Der August war ein sehr schwacher Börsenmonat.

Marktstratege Michael McCarthy von CMC Markets verwies für die allgemein eher positive Stimmung insbesondere auf Aussagen aus dem chinesischen Wirtschaftsministerium vom Vortag. Ein Sprecher habe betont, dass eine Eskalation im Handelsstreit weder China noch den USA nutze. „Nun wird darauf gesetzt, dass China nicht zurückschlägt, sobald am 1. September neue US-Zölle auf chinesische Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar in Kraft treten“, sagte McCarthy. Zudem sagte US-Präsident Donald Trump, dass für die USA und China am heutigen Tag Gespräche zum Thema Handel auf der Agenda stehen. Weitere Details gab es jedoch nicht.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 beendete den Handel mit einem Plus von 1,19 Prozent auf 20 704,37 Punkte und hielt sich damit im Wochenverlauf stabil. Im gesamten Monat August indes zeigte sich der Leitindex in Japan sehr schwach. Er büßte 3,8 Prozent ein und damit so deutlich wie seit Anfang Juni nicht mehr.

An den chinesischen Festlandbörsen gab der CSI 300 in seiner letzten Handelsstunde an diesem Tag seine Gewinne weitgehend ab und pendelte dann zwischen Plus und Minus. Zuletzt zeigte er sich mit 0,08 Prozent im grünen Bereich bei 3793,16 Zählern. Auf Wochensicht und auch auf Monatssicht dürfte der Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen der Börsen in Shanghai und Shenzhen mit knapp einem Prozent schwächer schließen.

Der Hang-Seng-Index in Hongkong gab seine Gewinne am Freitag ebenfalls ab und zeigte sich dann zuletzt prozentual unverändert bei 25 703,09 Punkten. Auf Wochensicht ist aktuell ein Minus von fast 2 Prozent zu erwarten, auf Monatssicht sogar eines von 7,5 Prozent. Die andauernden Proteste in Hongkong belasten die Stimmung.


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