Aktien New York Ausblick: Leicht schwächer – Anleihe-Renditen bleiben im Blick

NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Börsen dürften am Mittwoch an ihre Vortagesschwäche anknüpfen. Nachdem der Dow Jones Industrial tags zuvor erstmals wieder seit acht Tagen in negativem Terrain geschlossen hatte, taxierte der Broker IG den Wall Street-Index nun rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart weitere 0,14 Prozent tiefer bei 24 673 Punkten. Im Fokus stehen nach wie vor die steigenden Renditen am US-Anleihemarkt sowie die Ölpreise. Konjunkturseitig dürften darüber hinaus vor allem die April-Daten zur Industrieproduktion beachtet werden.

„Nach ermutigenden Einzelhandelsdaten, die am Dienstag den Renditen am Anleihemarkt Auftrieb gaben, wird auf eine Reihe weiterer Daten aus der weltgrößten Volkswirtschaft gewartet“, sagte Marktexperte Craig Erlam vom Devisenbroker Oanda. Starke Wirtschaftsdaten werden als Signal für die US-Notenbank gesehen, ihre Politik der schrittweisen Leitzinsanhebung fortzusetzen; womöglich aber mit gesteigertem Tempo. Das wiederum macht Börsianer nervös, denn dann werden andere Anlageformen wie etwa Anleihen wieder zunehmend attraktiver.

Unter den Einzelwerten rückten bereits vorbörslich die Papiere von Macy’s mit einem Kurssprung von fast 9 Prozent in den Blick. Der Warenhausbetreiber überzeugte mit starken Quartalszahlen und äußerte sich nun noch optimistischer über das Gesamtjahr. Die in Aussicht gestellte Spanne für das Ergebnis je Aktie von 3,75 bis 3,95 US-Dollar übertraf dabei die höchsten Markterwartungen. Bevor Cisco Systems nach dem Handelsschluss seinen Quartalsbericht vorlegt, steht zudem noch ein Übernahmevorhaben im Fokus.

In der Pharmaindustrie ist der US-Tiergesundheitskonzern Zoetis am Medizintechnikhersteller Abaxis interessiert. Beide Unternehmen haben sich bereits auf den Deal geeinigt, der für rund 2 Milliarden Dollar über die Bühne gehen soll. Während die Anteile von Abaxis vorbörslich um 14,8 Prozent stiegen, gaben die von Zoetis zuletzt um 0,6 Prozent nach.

Darüber hinaus legten auch die Papiere der Ratiopharm-Mutter Teva vor dem Handelsstart bereits um 3,7 Prozent zu, nachdem bekannt wurde, dass Warren Buffett in den israelischen Pharmahersteller investiert hat.


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