BayernLB erholt sich zum Jahresstart leicht

MÜNCHEN (dpa-AFX) – Die BayernLB hat dank der guten Konjunktur und eines starken Zinsgeschäfts einen soliden Jahresauftakt verbucht. Jedoch belasteten höhere Ausgaben für Regulierung die Landesbank, die eine jahrelange Sanierung hinter sich hat. Im ersten Quartal stieg das Ergebnis vor Steuern gemessen am Vorjahr um 2,8 Prozent auf 237 Millionen Euro. Angesichts der starken Wirtschaft habe die Bank weniger Geld für mögliche Kreditausfälle zurücklegen müssen und habe kaum noch faule Papiere im Portfolio. „Wir sind mit Schwung ins Jahr gestartet“, sagte Chef Johannes-Jörg Riegler am Dienstag in München.

Vor allem beim wichtigen Zinsüberschuss legte die BayernLB deutlich zu. Dazu trug auch die Direktbanktochter DKB bei, die ihr Ergebnis vor Steuern mehr als verdoppelte und die Zahl ihrer Privatkunden auf 3,8 Millionen steigerte. Auch das Geschäft mit Firmenkunden lief besser. Der Provisionsüberschuss, das Ergebnis etwa aus Gebühren mit Wertpapiergeschäften, sank kräftig um gut 15 Prozent.

Das Geldhaus stemmt auch höhere Ausgaben für die europäische Bankenabgabe und die hiesige Einlagensicherung als im Vorjahr. Unterm Strich sank so der Gewinn um 2,4 Prozent auf 181 Millionen Euro. Für 2018 wagt die Landesbank nur eine vage Prognose. Sie erwartet einen Gewinn vor Steuern im mittleren dreistelligen Millionenbereich, sofern sich die Konjunktur nicht eintrübt.

Die BayernLB war im Zuge der Finanzkrise in Schieflage geraten und musste mit Milliardenhilfen vom Freistaat gerettet werden. Im vergangenen Jahr schloss sie die von der EU-Kommission angeordnete Rückzahlung ab.


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