Bundesamt legt Daten vor: Hält der Aufschwung das Tempo?

Wiesbaden (dpa) – Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung von Ökonomen zum Jahresbeginn etwas an Schwung verloren. Wie stark das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2018 gewachsen ist, gibt das Statistische Bundesamt heute in einer ersten Schätzung bekannt.

Volkswirte von Banken rechnen im Schnitt mit einem Plus von etwa 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Ende vergangenen Jahres war die deutsche Wirtschaft – getragen vor allem vom Export-Boom – um 0,6 Prozent gewachsen.

Bank-Ökonomen verweisen unter anderem auf die Streiks in der Metall- und Elektroindustrie, die Grippewelle und das kalte Wetter im März, das vor allem die Bauproduktion belastete. Mit einem Ende des Aufschwungs rechnen Volkswirte derzeit aber nicht.

«Die Hochkonjunktur der deutschen Wirtschaft hält an, auch wenn die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts im ersten Vierteljahr 2018 spürbar niedriger ausgefallen sein könnte als in den Vorquartalen», betonte Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht.

Auch die Bundesregierung erwartet eine Fortsetzung des kräftigen Wirtschaftswachstums in Europas größter Volkswirtschaft. Für Unruhe sorgen allerdings die insbesondere von den USA angeheizten internationalen Handelskonflikte. Sie könnten die exportorientierte deutsche Wirtschaft belasten.


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