Deutsche-Bank-Vize: Kein Fehlverhalten bei ‚Panama Papers‘ und Danske

FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Deutsche Bank erwartet nach wie vor nicht, dass sich Geldwäsche-Vorwürfe gegen das Institut bestätigen werden. „Auch nach etwa zwei Monaten der Recherche haben wir keinerlei Hinweise auf ein Fehlverhalten der Bank oder unserer Mitarbeiter feststellen können“, sagte Vize-Chef und Rechtsvorstand Karl von Rohr am Freitag in Frankfurt mit Blick auf Durchsuchungen im Zusammenhang mit den „Panama Papers“.

Ende November hatten Ermittler die Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt durchsucht. Anlass der Razzia: Mitarbeiter des Instituts sollen Kunden geholfen haben, Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen zu gründen und so Gelder aus Straftaten zu waschen.

Auch im Zusammenhang mit dem Geldwäsche-Skandal bei der Danske Bank wird die Deutsche Bank immer wieder genannt. Von Rohr betonte: „Auch hier sind wir bisher auf kein Fehlverhalten unsererseits gestoßen.“ Die Deutsche Bank war Korrespondenzbank der Danske Bank in Estland.

Rückstellungen habe die Deutsche Bank bisher für keinen der beiden Fälle gebildet, sagte von Rohr. Klar sei: „Der Abbau der Rechtsrisiken hat für uns weiterhin oberste Priorität. Wir sind fest entschlossen, sämtliche Altfälle vollständig aufzuklären und auszuräumen und dafür Sorge zu tragen, dass sich dieses wenig ruhmreiche Kapitel der Deutschen Bank nicht wiederholt.“


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