Geduldsprobe für ProSiebenSat.1-Aktionäre geht weiter

München (dpa) – Aktienkurs und Dividende fast halbiert – für ProSiebenSat.1-Chef Max Conze sind die Vorzeichen für die Hauptversammlung heute in München nicht so gut. Immerhin hat er aber Ladenhüter ausgemistet und begonnen, kräftig ins Programm und in die Digitalisierung zu investieren.

Das kostet, verheißt aber bessere Zahlen vielleicht ab nächstem Jahr. Ein großes Fragezeichen hat allerdings der Mediaset-Konzern des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gesetzt, der Ende Mai überraschend 9,6 Prozent der Aktien von ProSiebenSat.1 gekauft hat. Was dahinter steckt, ist unklar. Conze hatte deutlich gemacht, dass er in einer industriellen Zusammenarbeit keinen Sinn sieht.

Mit mehr und besseren Eigenproduktionen will Conze gegen die US-Streamingdienste Netflix und Co. punkten. In Kürze startet er die eigene Streaming-Plattform Joyn, über die bald schon zehn Millionen Zuschauer Sendungen nicht nur von ProSieben und Sat.1, sondern auch von ZDF und vielleicht auch ARD online abrufen können. Und mit RTL hat Conze gerade ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, um Werbekunden von den Internet-Riesen Google und Co. zurückzugewinnen. Denn die technisch voranschreitende Verknüpfung von Fernsehen und Internet macht viel treffgenauere Werbung möglich.


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