HSBC und Royal Bank of Scotland wollen Saudi-Arabien-Geschäft bündeln

LONDON/RIAD/EDINBURGH (dpa-AFX) – Die Royal Bank of Scotland (RBS) und ihre Londoner Rivalin HSBC wollen ihre Ableger in Saudi-Arabien zusammenlegen. Einer Grundsatzvereinbarung zufolge sollen die teilweise zu RBS gehörende Alawwal Bank und der HSBC-Ableger Saudi British Bank (SABB) fusionieren, wie die arabischen Institute am Mittwoch an der saudischen Börse mitteilten.

Im Zuge des Deals sollen die Alawwal-Aktionäre 0,485 SABB-Aktien erhalten. Alawwal würde dabei insgesamt mit 18,6 Milliarden Riyal (4,2 Mrd Euro) bewertet. Das entspricht einem Aufschlag von 29 Prozent auf ihren Schlusskurs vom Montag. Für Saudi-Arabien wäre es die erste Bankenfusion seit fast 20 Jahren. Das fusionierte Geldhaus käme auf Vermögenswerte von etwa 73 Milliarden US-Dollar (15,6 Mrd Euro).

Ausländische Banken suchen nach Wegen, in der größten Volkswirtschaft des Nahen Ostens Fuß zu fassen. Saudi-Arabien plant Privatisierungen in einem beispiellosen Ausmaß, verbietet aber weiterhin, dass ausländische Investoren die Kontrolle über örtliche Banken bekommen. So gehört auch die Alawwal Bank nur zu 40 Prozent der Royal Bank of Scotland, die Saudi British Bank zu 40 Prozent der HSBC.


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