WDH/ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Weitere Gewinne dank guter Konjunkturdaten

(Tippfehler in der Überschrift beseitigt)

NEW YORK (dpa-AFX) – An den US-Börsen ist es am Mittwoch weiter bergauf gegangen. Auch der Dow Jones Industrial legte diesmal mit zu. Zum Handelsende verbuchte der New Yorker Leitindex ein Plus von 0,58 Prozent auf 25 702,89 Punkte und machte damit den kleinen Rücksetzer vom Vortag wieder mehr als wett. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,69 Prozent auf 2810,92 Punkte und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 rückte um 0,77 Prozent auf 7256,98 Zähler vor.

Amerikanische Konjunkturdaten wurden von den Anlegern positiv aufgenommen. Die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter waren im Januar überraschend gestiegen – Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Dazu fiel der Anstieg bei den Bauausgaben zu Jahresbeginn stärker als erwartet aus.

Derweil schwächte sich der Preisauftrieb auf Ebene der Hersteller im Februar weiter ab. Das könnte den Druck von der US-Notenbank Fed nehmen, in diesem Jahr die Zinsen anzuheben, sagten Marktbeobachter. Steigende Zinsen benachteiligen tendenziell Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren.

Die Aktionäre des Flugzeugbauers Boeing mussten nach den jüngsten Verlusten heftige Kursschwankungen ertragen. Letztlich schafften die Papiere aber ein Plus von knapp einem halben Prozent, obwohl US-Präsident Donald Trump angeordnet hatte, ab sofort alle Maschinen des umstrittenen Flugzeugtyps Boeing 737 Max in den USA am Boden zu lassen. Boeing ging in die gleiche Richtung mit dem Ratschlag an die Luftfahrtbehörde FAA, vorläufig alle Boeing-Max-Maschinen außer Betrieb zu nehmen.

Davor hatten bereits zahlreiche andere Länder und viele Airlines mit Flugverboten für diese Maschinen auf den zweiten Absturz binnen weniger Monate reagiert. Die Aktien von Southwest Airlines trotzten diesen Nachrichten indes ebenso wie die von Boeing: Auch sie legten letztlich um fast ein halbes Prozent zu, obwohl Southwest unter allen US-Fluggesellschaften die meisten Boeing-737-Max-Maschinen in ihrer Flotte hat.

Bei Rite Aid konnten sich die Anleger über einen Kursanstieg von über sechs Prozent auf 0,72 US-Dollar freuen. Die Drogeriemarktkette gab einen Plan zum Umbau der Führung bekannt, der auch einen Abschied des langjährigen Unternehmenschefs John Standley beinhaltet. Außerdem sollen rund 400 Stellen gestrichen werden. Zuletzt hatten die Aktionäre von Rite Aid wenig Freude an ihrem Investment: Noch vor einer Woche hatte die Aktie bei 0,63 Dollar nur wenig über ihrem mehrjährigen Tief von 0,60 Dollar aus dem Dezember notiert.

Der Euro und das britische Pfund bauten nach der Ablehnung eines EU-Austritt Großbritanniens ohne Abkommen („No-Deal Brexit“) durch das Londoner Parlament ihre Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar aus. Die Gemeinschaftswährung stieg im New Yorker Handel auf ein Tageshoch von 1,1334 Dollar und kostete zuletzt 1,1329 Dollar. Davor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1303 (Dienstag: 1,1275) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8847 (0,8869) Euro gekostet.

Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen verloren 2/32 Punkte auf 100 4/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,61 Prozent./gl/fba

— Von Gerold Löhle, dpa-AFX —


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