Totgesagte leben länger

Totgesagte leben länger. Das gilt auch für Kryptowährungen, deren Kurse derzeit ins Bodenlose zu fallen scheinen. Aber Technologien verschwinden nicht. Aus den  volatilen Hypes sollte sich ein realistischer Markt entwickeln, der genug Chancen für eine smarte, KI-gesteuerte Anlage bietet.

Der gebannte Blick auf die Kursentwicklung verstellt die Optik auf wichtige Entwicklungen am Kryptomarkt im Hintergrund. Nicht umsonst nimmt die Zahl der Entwickler im Krypto-Umfeld zu. Blickt man hinter die Kulisse der Kursentwicklung, zeigen viele Indikatoren nach oben.

Mit Bitcoins wird es sich verhalten wie mit vielen anderen disruptiven Technologien: Sie werden nicht verschwinden. Kryptowährungen werden als Blockchain-basierte, letztlich sichere Technologien zahlreiche Geschäftsprozesse automatisieren, optimieren und beschleunigen. Effizientere und auch hinreichend sichere Geschäftsprozesse im Bezahlverkehr werden sich immer durchsetzen. Eine Optimierung ist letztlich ein betriebswirtschaftliches Naturgesetz und Naturgesetze werden nicht ungültig. Viele Investoren erkennen das und arbeiten aktiv an der notwendigen Infrastruktur, um aus dem Hype einen realistischen Markt zu machen.

Kryptowährungen brauchen bessere Infrastruktur

Die Krypto-Infrastruktur entwickelt sich weiter positiv, was die Funktionalität der Kryptomärkte erweitern und verbessern wird. Plattformen, die den Handel mit Tokens und Krypto-Investment-Produkten ermöglichen, werden den Markt institutionalisieren und damit auch verstärkt professionelle Anwender anlocken. Mit Fidelity Investments hat ein weiterer großer Anbieter im Herbst ein Trading Desk für Krypto-Währungen und zur Verwaltung digitaler Kapitalanlagen angekündigt. Trade-Execution-Plattformen, Depotfunktionen und die Beratung durch Unternehmensexperten sind Dienste, die institutionelle Anwender verlangen und suchen. Nicht umsonst verweist der CEO von Fidelity Digital Asset, Tom Jessop, auf die Anfragen von rund 13.000 institutionellen Anlegern nach solchen Diensten. Mit Fidelity glaubt auch einer der großen klassischen Vermögensverwalter an Krypto-Vermögenswerte.

Ein anderes Beispiel ist die Bakkt-Austauschbörse. Bakkt wird die erste Plattform sein, auf der Investoren auf Basis von „physisch“ hinterlegten Bitcoin Futures Terminkontrakte abschließen werden können. In dieselbe Richtung zeigt die Genehmigung des ersten Schweizer Multi-Krypto-ETPs Amun Crypto durch die Schweizer Wertpapierbörse Six. Mit einem größeren Angebot an regulierten Finanzprodukten zur Streuung von Investitionen in verschiedene Kryptowährungen oder auch von Krypto Exchange Traded Funds (ETFs) wird die Akzeptanz digitaler Vermögenswerte weiter steigen.




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