Zukunft gehört künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist auf Dauer der bessere Investor. Sie kann mit Machine Learning mehr Daten verarbeiten und dank Algorithmen Muster von Preisentwicklungen definieren, Abweichungen erkennen und zum gegebenen Zeitpunkt schneller agieren. Das gilt auch für Kryptowährungen. Bei Coins und Token erkennt künstliche Intelligenz die Chancen der zahlreichen Volatilitäten und Anomalien wie Über- oder Unterbewertungen.

Für den Kryptowährungsmarkt gelten bei künstlicher Intelligenz eigene Parameter. Er ist zum Teil schwieriger zu bewerten als klassische Märkte. Zum einem, weil es sich bei Coins und Token immer noch um virtuelles Geld handelt. Eigentlich beruhen zwar auch andere Währungen auf einer Wertzuweisung. So bestimmt sich der Wert eines Geldscheins oder Goldbarren in gleicher Weise durch eine auf Knappheit und Akzeptanz beruhende Wertfestsetzung wie der eines Coins oder Tokens. Die Akzeptanz ist bei Notenbankgeld und erst recht beim physikalischen Gold aber doch noch höher.

Junger Kryptomarkt schwieriger einzuschätzen

Zum anderen ist der Kryptomarkt viel jünger als andere. Jahrhundertelange Erfahrungen in der Getreidepreisentwicklung liefern genug Parameter oder machen es einfacher, neue Faktoren zu erkennen oder dazu zunehmen, als im jungen Markt der digitalen Währungen. Drittens sind Coins und Token ein noch unklarer, unvollständig regulierter Markt, was die Prognose des Teilnehmerverhaltens noch schwierig macht. Viele Coins werden geschätzt, und doch skeptisch beäugt. Sie werden schnell zu Spekulationsobjekten und kämpfen mit hoher Volatilität.

Viertens kann eine KI spezifisches Marktverhalten von Krypto-Investoren einzukalkulieren versuchen. Vorhersagen der Reaktion von Investoren auf Gesetzesänderungen und Gerichtsurteile könnten helfen, im akuten Fall die Kursentwicklung vorherzusagen. Coin-Investoren reagieren nervös auf Meldungen wie Social Media Posts – Tweets, Telegram-Posts oder Ankündigungen auf Reddit. Generell ist diese Vorhersage aber sehr aufwändig, weil solche Fälle doch noch zu selten sind sowie die Kausalität von Entscheidungen und Interaktionen sehr komplex und nur in der Rückschau eindeutig und augenfällig ist – oder oft auch nur eindeutig erscheint.

Mining-Limit als Parameter

Die wichtigsten und zuverlässigsten Parameter zur Definition einer normalen oder anormalen Entwicklung der Coin- und Tokenkurse sind aber statistischer Art. Mögliche Parameter für die Kursentwicklung von Kryptowährungen wären sein Mining-Limit oder die dafür verfügbare Rechenkraft. Indem man die Follower-Anzahl eines Coins analysiert und dabei Fake-Follower berücksichtigt, kann man das Potential einer Währung auch abschätzen. Ebenso hilft ein Blick auf die Github-Plattform zur Verwaltung von Open-Source-Softwareprojekten um ein Coin zu beurteilen. Der Einblick in den Code sowie die Änderungenshistorie hilft, die Qualität sowie den Fortschritt der Entwicklung abzuschätzen.

Zudem sind junge, unreifere Märkte wie Krypto volatiler, zeichnen sich aber auch durch stabilere und dabei stärker ausgeprägte Trends aus. So muss gerade bei einem ICO von einer hohen Volatilität und schnellen Wiederabverkäufen von Token ausgegangen werden – der schnelle Anstieg kommt oft vor dem Fall, der aber kein freier ist, sondern nur eine Kurskorrektur. Letzten Endes aber wird sich ein Coinkurs normalerweise in einem bestimmten Preiskorridor bewegen. Diese Spanne leitet sich in der Regel aus dem bisherigen Wertverhältnis zu anderen Währungen ab. Weitere Parameter sind die vorhandenen Trends der Kursentwicklung oder auch die Anzahl von Transaktionen in einer Kryptowährung.

Seite zwei – Algorithmen haben Gemeinsamkeiten mit Sportwetten



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