Was bei der Anlage in Schwellenländeranleihen wichtig ist

Emerging Market Debt bietet Anlegern Renditechancen. Die Investition ist jedoch riskant, besonders, wenn Grundregeln missachtet werden.

2018 kehrte die Volatilität an die Märkte zurück, getrieben von den globalen Währungsentwicklungen und zunehmendem Protektionismus. Neben zahlreichen anderen Asset-Klassen wurden davon auch Schwellenländeranleihen (Emerging Markets Debt, EMD) erfasst, die im zweiten Quartal von deutlichen Kurskorrekturen betroffen waren. Anlegern, die vor allem am langfristigen Potenzial der EMD-Märkte interessiert sind, bietet sich durch den Einbruch eine günstige Gelegenheit zum Einstieg, denn die Bewertungen sind jetzt günstig, relativ und im historischen Vergleich.

Langfristig spricht viel für Emerging Market Debt. Schwellenländer-Anleihen waren in den letzten Jahren bei Anlegern sehr gefragt. Die Rückkehr der Volatilität erhöht die Bedeutung der Downside Protection durch konsequentes Risikomanagement, denn nur durch eine Begrenzung von Verlustrisiken ist es möglich, attraktive, risikobereinigte Renditen über einen Marktzyklus zu erwirtschaften.

Emerging Market Debt verlangt flexible Strategie

Bei Schwellenländeranleihen ist die Größe des Anlageuniversums, beziehungsweise die darin enthaltene Vielfalt, entscheidend. Investoren, die ihr Anlageuniversum erhöhen, indem sie über die engen Grenzen einer Benchmark gehen, erhalten zusätzliche Flexibilität und können in eine größere und diversifiziertere Gruppe von Ländern investieren. Außerdem erhalten sie Zugang zu Märkten, die anderen verschlossen bleiben.

Diese Flexibilität und ein signifikantes Exposure außerhalb der Benchmark sind die Schlüssel zu den Diversifikationsvorteilen von Schwellenländeranleihen. Diese beruhen unter anderem auf der Miteinbeziehung von selten analysierten und oft weniger effizienten Märkten, die mit ihrem idiosynkratischen Risikoprofil typischerweise auch weniger stark mit den entwickelten Märkten korreliert sind. Zur Erschließung dieser Chancen bedarf es allerdings eines Anlagemanagers, der über die notwendige operative Infrastruktur verfügt.

Ein solch breiter, uneingeschränkter Ansatz verlangt nach erheblichen Research-Kapazitäten, um tiefgehende, länderspezifische Analysen zu fahren und die Risikofaktoren von Zinsen und Währungen untersuchen zu können. Mit Blick auf Trading-Kompetenz und lokale Präsenz zeigen sich ebenfalls hohe operative Anforderungen, denn viele dieser Länder sind kleine Nischenmärkte.

Hohe Anforderungen an Know-how und Research

Investoren, die eine Allokation in diese Asset-Klasse in Erwägung ziehen, sollten sich deshalb in jedem Fall einen verlässlichen Partner suchen, der über ein Team aus EM-Spezialisten sowohl auf der Investment- wie auch der operativen Seite verfügt. Nachweisbare Expertise, Erfahrung und operative Fähigkeiten in der Verwaltung von EM-Anleiheportfolios sind dabei unabdingbar.

In Schwellenländern hat die Volatilität zugenommen. Wer in diesem Umfeld in Schwellenländeranleihen investieren will, sollte eine Strategie mit stringentem Risikomanagement in Betracht ziehen. Erfolgreiche Kapitalanlage in diesem Markt setzt außerdem nicht nur erhebliches Know-how voraus, sondern stellt auch hohe Anforderung an Research-Kapazitäten und operative Prozesse.




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