G20-Gipfel mildert Befürchtungen

Der Handelskrieg ist noch lange nicht vom Tisch, doch der G20-Gipfel am vergangenen Wochenende hat gezeigt, dass die schlimmsten Befürchtungen sich wohl nicht bewahrheiten werden.

Wir erwarten, dass die Thematik des Handelskrieges wieder auf den Tisch kommt, da die USA und China noch weit von einer endgültigen Lösung entfernt scheinen. Wir gehen jedoch vorerst davon aus, dass die Märkte einige der extremeren Szenarien ausschließen werden, die die Stimmung an den Börsen belastet haben und sich in den Vermögenspreisen niederschlagen werden.

G20-Gipfel mildert Befürchtungen

Bei Investitionen in Schwellenländern hat sich die Stimmungslage dahingehend verändert, dass sich die Bewertungen spürbar verschlechtert haben. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für Schwellenländer liegt derzeit bei etwa zehn, während die Differenz zwischen dem Kurs-Buchwert-Verhältnis in Schwellenländern und dem der Weltaktien historisch unterdurchschnittlich ist. In den entwickelten Märkten gibt es Hinweise darauf, dass Risikokapitalanlagen in den USA ebenfalls von der negativen Stimmung infolge des Handelskrieges betroffen waren.

Wir gehen davon aus, dass die positiven Implikationen des G20-Gipfels die extremen Befürchtungen des Marktes hinsichtlich eines Totalausfalls der Beziehungen zwischen den USA und China mildern werden. Darüber hinaus rechnen wir damit, dass die risikoreichen Anlagemärkte, insbesondere die Schwellenländer, positiv reagieren werden, unterstützt durch eine gemäßigtere Federal Reserve. Zudem dürften eine Reihe von politischen Maßnahmen der chinesischen Behörden, einschließlich fiskalischer Anreize, zusätzliche Unterstützung bieten.




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